Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Steh‘ dazu, was du denkst, was du sagst und was du liebst, ...

... rappten Teilnehmer eines Schülerworkshops. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind und wichtige Wurzeln in der Rhein-Main-Region haben, vermittelt das Projekt Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes. Zahlreiche Orte, Personen und Ereignisse sind Teil der Freiheitsgeschichte der Region: Von der Mainzer Republik, über die Vormärzrevolutionäre, das Paulskirchenparlament bis zu Bürgerbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert. Die Geschichte hört nie auf und verbindet sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Begeisterte Teilnehmer auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser

25.07.2016: Fluchtgeschichten bei "Transit bewegt Rhein-Main"

Rund 100 Wanderer und Sternfahrer waren gestern morgen aus "Hugenotten-Orten" in der Region Richtung Neu-Isenburg gestartet, das auf den Tag genau vor 317 Jahren von Hugenotten gegründet worden war. Der Transit-Bus, der die Reihe "Transit bewegt Rhein-Main" begleitet, empfing die Teilnehmer auf dem Marktplatz. Bürgermeister Herbert Hunkel begrüßte zur öffentlichen Auktion einer kunsthandwerklich gefertigten Bank. Jugendliche einer Integrationsklasse aus Dreieich hatten auf Lehne und Sitzfläche die Flucht der Hugenotten und ihre eigenen jüngst erlebten Fluchterfahrungen dargestellt. Das Prachtstück bleibt dank des meistbietenden Oliver Schneider zunächst in Neu-Isenburg. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten abschließend um den Marktplatz ein Stationentheater, das anschaulich und mitreißend die Gründungsgeschichte der Stadt nacherzählte. Der Graf zu Isenburg und Büdingen (Michael Wolfstädter, Foto) verlaß persönlich die Privilegien von 1699, mit denen die Hugenotten etwa Land und Steuerfreiheit erwarben.

Foto: KulturRegion/Kösling