Konzept

Inhalte, Zielgruppen, Formate und Themenschwerpunkte

Das Juniorprogramm ermöglicht Kindern und Jugendlichen Industriekultur auf angewandte, spielerische und lehrreiche Art zu erleben. Zahlreiche kreative Workshops finden an Orten der Industriekultur statt. Zum Beispiel in alten Fabrikgebäuden, Bahnhöfen oder Wasserwerken. Führungen gewähren einen Blick hinter die Kulissen von Betrieben.

In mehrtätigen Angeboten setzen sich Kinder und Jugendliche intensiv mit folgenden Themenschwerpunkten auseinander: Baukultur, Nachhaltigkeit, Arbeitswelten, Produktion und Konsum, Künste und Gestaltung sowie Technik und Wissenschaft. Interdisziplinäre und inklusive Ansätze spielen eine wichtige Rolle. Verschiedene Sinne werden angesprochen und handwerkliche, technische und künstlerische Methoden treffen aufeinander. Es wird upgecycelt, Theater gespielt, entworfen und gewerkelt.

Inhalte, Zielgruppen und Formate

Wie wollen wir die Inhalte vermitteln

  • Durch kreative und interdisziplinäre Ansätze der Kulturellen Bildung
  • Die Alltagserfahrung der Kinder und Jugendlichen und der Bezug zu ihrer eigenen Biographie soll sichtbar werden
  • Das unmittelbar Erfahrbare soll in Relation zu gesellschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen, etc. Hintergründen gesetzt werden

Zielgruppen und Formate

  • Für Kinder und Jugendliche
  • Abwechslungsreiche Veranstaltungen unterschiedlicher Formate
  • Tagesveranstaltungen und mehrtätige Angebote
  • Kostenfrei oder kostengünstig durch Förderung des HMWK

Unsere Themenschwerpunkte

Bauten geben Auskunft über Baustile und Lebensweisen vorhergehender Generationen. Vermittelt wird der ständige Wandel der von Menschen gebauten und genutzten Umwelt: Die Architektur von Gebäuden und Ensembles, Städtebau und Ortsplanung sowie die Kunst am Bau. Der Erhalt und die nachhaltige Umnutzung von Zeugnissen der Industriekultur sind ebenso Thema wie die Frage nach ihrem Entstehungsprozess mitsamt den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen.

Gesellschaftlichen Transformationen, wie die Industrialisierung sind selbstverständlicher Gegenstand aller Künste - Theater, Bildende und Angewandte Kunst, Tanz, Musik, Literatur, Architektur, Film und Fotografie. Ferner beschäftigen sich zeitgenössische Künstler*innen aller Sparten mit arbeitsweltlichen Prozessen und reflektieren über industriekulturelle Themen, wie Nachhaltigkeit, Produktion und Konsum, Technik und Wissenschaft.

Nachhaltigkeit als wichtiger Aspekt des Wirtschaftens gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nicht nur werden Produktions- und Anbauprozesse hinterfragt, sondern auch das eigene Verhalten überdacht. Upcycling statt Wegwerfgesellschaft lautet daher ein Schwerpunkt vieler Workshops der Route der Industriekultur Junior.

Werksführungen bieten den Kindern und Jugendlichen einen authentischen Blick hinter die Kulissen produzierender Unternehmen. Produktionsprozesse und Produkte werden so ganz anschaulich erklärt. Zugleich werden auch Aspekte des Konsums erläutert und was all dies mit der eigenen Alltagswelt, dem eigenen Konsumverhalten zu tun hat.

Technik und Wissenschaften sind die Grundlage für viele gesellschaftliche Entwicklungen und spielen für die Industriekultur eine große Bedeutung. Die Angebote der Route der Industriekultur Junior fördern anwendungsnah das wissenschaftliche und technische Denken und Handeln.

Seit der Industrialisierung verändert sich die Arbeitswelt mit beschleunigtem Tempo. Heute vor allem durch den Einsatz neuer Technologien und die Globalisierung. So ist es absehbar, dass die Arbeitswelt der Zukunft anders sein wird als die der Gegenwart. Das der Wandel der Arbeitswelt allerdings nicht allein ein Merkmal moderner Gesellschaften ist, dass thematisieren viele Veranstaltungen der Route der Industriekultur Junior. Berufsbilder werden vorgestellt und ihr Wandel erläutert.