Kleidung, Freiheit, Identität – gestern und heute

Ob vor dem Kleiderschrank oder beim Kleiderkauf – täglich treffen wir folgenreiche Entscheidungen. Wie Kleidung hergestellt wird und auf welche Weise Mode dann vermarktet wird, betrifft uns alle. Dabei bedeutet Mode nicht nur Schutz und Bedeckung. Allein die Frage, „wer die Hosen anhat“, bestimmte über Jahrhunderte das gesellschaftliche Zusammenleben und ist nur ein Beispiel dafür, dass die Art, wie sich Menschen kleiden, soziale Rollen und Identitäten definiert, Zugehörigkeit oder Abgrenzung stiftet und Individualität oder Anpassung ausdrücken kann.

Ab Januar 2020 stehen die verschiedenen Zusammenhänge zwischen Kleidung, Freiheit und Identität im Zentrum einer Programmreihe. Dabei geht es um den Blick auf das Alltägliche, um Umbrüche in der Geschichte, Mode und Gesellschaft in der Gegenwart, um handwerklich-kreative Aspekte, regionale sowie globale Zusammenhänge: Wie frei ist die Mode, welchen Einflüssen unterliegt sie? Wie steht es um die sogenannte Konsumfreiheit? Ist Mode politisch? Kann Mode gar gesellschaftliche Veränderungen befördern? Kann man Gleichberechtigung und Demokratisierung an Mode ablesen? Welche Unfreiheiten bestehen im globalen Handel mit Kleidung und welche Alternativen gibt es? Welche Rolle spielt Mode bei der Konstruktion von Identität, kann Mode integrieren?

Fast-Fashion-Protest, Foto: Willikonsky
Dreieich-Museum, Foto: Dr. Nicole Friedersdorf
Deutsches Ledermuseum, Foto: Oezkilinc