Kleidung, Freiheit, Identität – gestern und heute

Ob vor dem Kleiderschrank oder beim Kleiderkauf – täglich treffen wir folgenreiche Entscheidungen. Wie Kleidung hergestellt wird und auf welche Weise Mode dann vermarktet wird, betrifft uns alle. Dabei bedeutet Mode nicht nur Schutz und Bedeckung. Allein die Frage, „wer die Hosen anhat“, bestimmte über Jahrhunderte das gesellschaftliche Zusammenleben und ist nur ein Beispiel dafür, dass die Art, wie sich Menschen kleiden, soziale Rollen und Identitäten definiert, Zugehörigkeit oder Abgrenzung stiftet und Individualität oder Anpassung ausdrücken kann.

Die für 2020 geplante Veranstaltungsreihe stellt die verschiedenen Zusammenhänge zwischen Kleidung, Freiheit und Identität ins Zentrum. Dabei soll es um den Blick auf das Alltägliche, um Umbrüche in der Geschichte, Mode und Gesellschaft in der Gegenwart, um handwerklich-kreative Aspekte und regionale sowie globale Zusammenhänge gehen: Wie frei ist die Mode, welchen Einflüssen unterliegt sie? Wie steht es um die sogenannte Konsumfreiheit? Wie frei sind wir, zu entscheiden was wir wie tragen? Ist Mode politisch? Kann Mode gar gesellschaftliche Veränderungen befördern? Kann man Gleichberechtigung und Demokratisierung an Mode ablesen? Welche Unfreiheiten bestehen im globalen Handel mit Kleidung und welche Alternativen gibt es? Welche Rolle spielt Mode bei der Konstruktion von Heimat und Identität, kann Mode integrieren?