Newsletter Route der Industriekultur Juni 2024

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Frankfurt am Main, 28. Mai 2024
www.krfrm.de

Liebe Freund*innen der Industriekultur Rhein-Main,

im Juni rücken unsere Veranstaltungstipps die Wirtschafts- und Sozialgeschichte vom Frankfurt der 1920er Jahre bis zu den Gastarbeitern der 1970er in den Fokus. Industriekultur zum Anfassen bieten das Lokschuppenfest in Hanau und eine Führung durch das Opel-Altwerk in Rüsselsheim. Sehenswert sind auch das Energiemuseum in Wölfersheim und die Asbachgasse in Rüdesheim. Darüber hinaus erzählen uns ehrenamtlich Engagierte, was sie seit über 30 Jahren antreibt, einen alten Wasserturm in Rodgau-Jügesheim zu erhalten.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, spannende Entdeckungen und interessante Begegnungen.

Ihr Team der „Route der Industriekultur Rhein-Main“

 
Filmstil The Black Test Car

Frankfurt a. M.: Samstag, 1. Juni, 15.30 Uhr
The Black Test Car
Kinofilm (Japan 1962, 95 Min., OmeU)

Zwei Autofirmen schrecken in ihrem Konkurrenzkampf vor nichts zurück: Im Zuge der Veröffentlichung ihrer neuen Sportwagen, stilisiert als Inbegriff von Luxus, steigern sie sich in eine zerstörerische Spirale aus wechselseitiger Industriespionage. Zwischen Bestechung und Erpressung offenbaren sich die Abgründe menschenverachtender Gier. Yasuzo Masumura, einer der Wegbereiter der Neuen Welle im japanischen Kino der 1960er Jahre, übt in diesem bissig-satirischen Thriller scharfe Kritik an den kapitalistischen Strukturen der japanischen Gesellschaft.
 
Im Rahmen des 24. Japanischen Filmfestivals Nippon Connection
Mit einer Einführung in englischer Sprache von Henrik Diels

Ort: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt a. M.
Kosten: 8 €
Info: Website des Filmvestivals

 
 © Museumseisenbahn Hanau e.V.
 
Hanau: Samstag, 1. Juni, 11 bis 18 Uhr und Sonntag, 2. Juni, 10 bis 17 Uhr
Großes Lokschuppenfest

An zwei Tagen öffnet das historische Bahnbetriebswerk Hanau seine Tore. Zum Programm gehören Führerstandsmitfahrten, eine Fahrzeugausstellung mit den vereinseigenen Fahrzeugen und Gastlokomotiven, eine Kinderrallye, Videovorführungen und vieles mehr. Bei Führungen kann das weitläufige Areal erkundet werden. Für Kinder wird es eine Modelleisenbahn in Spur 5 zum Mitfahren geben. Weitere Aussteller rund um die Eisenbahn runden das Programm ab.

Als Zubringer vom Hanauer Hauptbahnhof verkehrt ein Pendelzug direkt in das Historische Bahnbetriebswerk Hanau. Der kostenfreie Pendelzug zum/vom Hauptbahnhof wird durch die Route der Industriekultur Junior unterstützt.

Ort: Museumseisenbahn Hanau e.V., Heideäcker 1, Hanau
Kosten: 8 €, ermäßigt 4 €

Info: Website der Museumseisenbahn

 
 © Stadt Rüsselsheim a. M., Foto: Frank Hüter

Rüsselsheim a. M.: Samstag, 8. Juni, 14 bis 15.30 Uhr
Altwerk-Erinnerungen
Geführter Rundgang

Das Opel Altwerk ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler in Deutschland. Heute steht es zu großen Teilen leer. Mitten in der Stadt angesiedelt, ist das Werk seit jeher eng mit der Identität Rüsselsheims und seiner Einwohner*innen verbunden. Die Führung geht vorbei an den ehemaligen Werkshallen der Auto- und Fahrradproduktion und bietet Einblicke in die Architektur, an der sich Wandel und Wachstum des Werkes ablesen lassen. Wechselhaft ist auch die Geschichte der Produktions- und Arbeitsstätten, für deren zukünftige Nutzung inzwischen neue Pläne geschmiedet werden. Im Zuge der Projektentwicklung der MOTORWORLD Group soll das Opel Altwerk wieder zum Zentrum mobiler Leidenschaft in all seinen Facetten werden und zudem lebendiges Stadtquartier zum Arbeiten, Leben und Wohnen.

Eine Kooperation mit MOTORWORLD Rüsselsheim a. M.

Treffpunkt: Hauptportal des Opel-Altwerks, Bahnhofspl. 1, Rüsselsheim a. M.
Kosten: 6 €
Info und Anmeldung: Website Stadt Rüsselsheim a. M
Halle des Frankfurter Hauptbahnhofs; © KulturRegion/Sabine v. Bebenburg

Offenbach a. M.: Sonntag, 9. Juni, 15 Uhr
Die Bedeutung der Hauptbahnhöfe von Frankfurt und Offenbach für die erste Gastarbeitergeneration
Vortrag

Bedingt durch die Anwerbeabkommen zwischen der BRD und den Mittelmeerländern Italien, Spanien und Griechenland ab 1955, kamen die ersten Gastarbeitenden per Zug nach Frankfurt und Offenbach. Die Hauptbahnhöfe und ihr Umfeld wurden zum Mittelpunkt ihrer Lebenswelt. Der Familiennachzug, vor allem nach dem Anwerbestopp 1973, machte aus dem Bahnhofsviertel ein Migrantenviertel mit Einkaufsmöglichkeiten. Auch die ersten Kirchengemeinden und Vereine suchten die Nähe der Hauptbahnhöfe. Zusätzlich beschäftigen Bahn, Post und Pelzwirtschaft viele aus der ersten Gastarbeitergeneration. Seit 2004 diskutiert die Frankfurter Stadtverwaltung über ein Gastarbeiterdenkmal auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs. Es referiert Vicente Such-Garcia.

Ort: Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach
Kosten: 5 €
Info und Anmeldung: Website Haus der Stadtgeschichte

 
Filmstil Wahlkampf 1932“; © Ella Bergmann-Michel

Frankfurt a. M.: Freitag, 21. Juni, 18 bis 20 Uhr
Ella Bergmann Michel. Filme 1929-1931
Filmvorführungen mit Gespräch und Klavierbegleitung

Die Filme von Ella Bergmann-Michel (1895-1971) gehören zu den bedeutenden Zeugnissen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Neuen Frankfurt zu Beginn der 1930er Jahre. Die Avantgarde-Künstlerin verarbeitete ihre städtischen Themen in fünf experimentellen Dokumentarfilmen.
Wie diese zustandekamen, erforschten 1977 ihr Sohn Hans Michel, der Filmemacher Gerd Roscher, und die Schwiegertochter und Fotografin Sünke Michel anhand von Fotografien und Texten aus dem Nachlass – noch bevor die Filme selbst aufgefunden wurden. Im Anschluss an die Videodokumentation werden die vier Stummfilme mit Klavierbegleitung gezeigt. Mit Einführung durch Sönke Michel.

In Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt

Ort: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main
Kosten: 10 €, ermäßigt 8 €
Info und Tickets: Website Deutsches Filmmuseum

 
© KulturRegion/Alexander Paul Englert
 
Geistreiche Industriekultur: Asbachgasse Rüdesheim

Die Bekanntheit des Weinbrands, den Hugo Asbach seit 1892 hier in Rüsselsheim herstellen ließ, ist nach wie vor so groß, dass sich der Name auch weiter in der Umgangssprache hält - eine schöne Geschichte, aber „uralt“. Neu ist allerdings die Nutzung der weitläufigen und historischen Produktionsstätte gegenüber des Bahnhofs, direkt am Ufer des Rheins. Seit 2015 entsteht hier ein Ort für mit ganz eigenem Charakter: Kultur- und Tagungszentrum, Restaurant und Weinhandlung, Fitness-Studio und Design-Studio, Museum und Kunstatelier. Mit dem Erhalt der denkmalgeschützten Anlage wird nicht nur Geschichte erzählt, sondern der Standort nachhaltig weiterentwickelt.

Die Asbachgasse wird auch in einem neuen Lokalen Routenführer zu finden sein, der erstmals die Industriekultur im Rheingau-Taunus-Kreis erfassen und darstellen wird. Die Veröffentlichtung ist für diesen Spätsommer geplant.


Mehr zum Objekt: Website der Asbachgasse mit Fotogallerie
 
Energiemuseum Wölfersheim; © KulturRegion/Kay-Hermann Hörster
 
Lebendige Geschichte des Wetterauer Reviers
Energiemuseum Wölfersheim


Lange Jahre war die Wetterau durch den Bergbau geprägt, wobei der Gemeinde Wölfersheim eine besondere Rolle zukam. Hier wurde im großen Stil Braunkohle abgebaut, verarbeitet und für die Stromgewinnung eines großen Kohlekraftwerks der PreussenElektra verwendet. Vom ehemaligen Kohlerevier zeugen heute noch viele Seen in der Gegend und an der Stelle des ehemaligen Kraftwerks findet sich heute einer der größten kommunalen Solarparks. Damit die Geschichte des Bergbaus jedoch nicht versinkt, erzählt das Energiemuseum von der Förderung und Verarbeitung der Kohle, aber auch von der harten Arbeit der Menschen und dem Wandel der Landschaft. Dabei ist das Museumsgebäude in der Nähe des Wölfersheimer Bahnhofs selbst ein spannendes Relikt der Technikgeschichte: ein ehemaliges Schalthaus der Oberhesischen Versorgungsbetriebe, das ganz der Formensprache der 1920er Jahre verschrieben ist.

Info: Website der Gemeinde Wölfersheim
 
© Freunde des Wasserturms 1986 e.V., Rodgau-Jügesheim

Landmarke und Identität:
Freunde des Wasserturms 1986 e.V. Rodgau-Jügesheim


Beinahe wäre der historische Wasserturm nach seiner Stilllegung 1979 abgerissen worden. Das wollten die Menschen in Jügesheim, einem Stadtteil von Rodgau im Landkreis Offenbach, allerdings nicht einfach hinnehmen. 1938 im Zuge des Wasserleitungsbaus errichtet, ist der über 43 Meter hohe Turm zu einem Wahrzeichen und einer Landmarke geworden. Das liegt auch an seiner markanten Gestaltung im expressionistischen Stil der 1920er Jahre.
 
Heute ist der Wasserturm auch ein zentraler Ort der Vermittlung und des kulturellen Engagements. Dafür sorgen die Freunde des Wasserturms 1986 e. V. Die Ehrenamtlichen haben sich nicht nur dem Erhalt des Bauwerks verschrieben, sondern auch der Vermittlung seiner Geschichte. Zu den zahlreichen Aktionen des Vereins gehören beispielsweise Turmfeste und Führungen, die für Schulklassen sogar kostenfrei angeboten werden.


Vollständiger Beitrag: Website der KulturRegion
Infos zum Wasserturm: Wissenskarte der KulturRegion

 
© Kerstin Moller

Rhein-Main-Region: 16. Mai bis 11. Juli 2024
Zu Gast bei den Gewinnergärten
– naturnahe Grünoasen in der Region

Veranstaltungsreihe zum Fotowettbewerb „Blühende Gärten“

Termine im Juni:

Sa. 22. Juni, 13 Uhr: Stadt Kelkheim mit Maßnahmen zur Artenvielfalt
Do. 27. Juni, 17.30 Uhr: Paul-Arnsberg-Platz, Frankfurt a. M.

Weitere Infos, Termine und Anmeldung unter www.krfrm.de/bluehende-gaerten
Veranstaltet von: Regionalverband FrankfurtRheinMain und KulturRegion FrankfurtRheinMain, 069-2577-1700, grm@krfrm.de


 

Rhein-Main-Region: 7. April bis 17. September 2024
GartenRheinMain-Fokusreihe „Mit allen Sinnen“

Termine im Juni:

Sa. 8. Juni, 19 Uhr: „At the River – Melodien zu und in der Natur“, Konzert
Fr. 28. Juni, 16 Uhr: „Gartenkunst trifft LandArt“, Führung zur Brunnenrestaurierung mit LandArt-Aktion

Weitere Infos, Termine und Anmeldung unter www.krfrm.de/grm-fokusreihe-2024/
Veranstaltet von: KulturRegion FrankfurtRheinMain (069-2577-1700, grm@krfrm.de) mit verschiedenen Kooperationspartner*innen

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