Ehemalige Landmaschinen-Fabrik Tröster, Butzbach

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1878 gründete Andreas Jakob Tröster eine Reparaturwerkstatt für Dreschmaschinen, die sich in den Folgejahren zu einer bedeutenden Landmaschinenfabrik entwickelte. 1891 siedelte Familienunternhemen vom nahegelegenen Griedel auf das Gelände in der Butzbacher Taunusstraße. Die produzierten Maschinen unter dem Markennamen „Hassia“ revolutionierten die maschinelle Landwirtschaft. Das Unternehmen bestand bis 1991 und exportierte in über 70 Länder.

Nach der Niederlegung der Fabrik lag das Gelände für fast zwanzig Jahre brach, bis es revitalisiert wurde. Der Großteil der Anlage wurde abgebrochen. Von der einstigen Fabrikanlage ist noch ein beeindruckender Backsteinbau erhalten, der von 1927 bis 1930 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet wurde. Die Werkhalle nach Plänen des Butzbacher Architekten Philipp Ohlemütz dominiert den unteren Teil der Taunusstraße als langestreckter Bau dessen einfache Gestaltungsmittel mit Gesimsen, Mittelrisalit und vertikalen Fensterbändern dem Gebäude eine ansprechende Fassade verleihen. Das Gebäude wurde geschickt in die Neubebauung integriert und beherbergt heute einen Standort der Behindertenhilfe des Wetteraukreises.

In Verbindung mit der Unternehmensgeschichte stehen auch die beiden noch erhaltenen Villen, die sich Mitglieder der Familie Tröster auf der gegenüberliegenden Seite, nur wenige Meter vom Werk entfernt, hatten errichten lassen (Taunusstraße 17 und Gutenbergstraße 2).

Stand: 2024

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Taunusstraße 6
35510 Butzbach

RMV Fahrplanauskunft

Zustand: sehr gut

Zugänglichkeit: nicht zugänglich

Denkmalschutz

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