Die mittelalterliche Burganlage, die direkt an der romantischen Rheinpromenade liegt, diente 150 Jahre lang den Mainzer Erzbischöfen und Kurfürsten als Residenz. Eine Gutenberg Ausstellung und eine Druckwerkstatt im Burgturm zeugen davon, dass hier Johannes Gutenberg, der Erfinder der modernen Buchdruckerkunst, im Jahre 1465 die einzige Ehrung zu Lebzeiten erhielt. Der Burgturm mit den historischen Wandmalereien der Grafenkammer kann besichtigt werden. Von der Wehrplattform bietet sich ein herrlicher Ausblick über den Rhein und die Altstadt mit ihren Adelshöfen und Fachwerkhäusern. Die Eltviller Tourist Information bietet im Burgladen ein kleines, feines Sortiment an Mitbringseln rund um Rose und Druckerei.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts machte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, als Rosenstadt von sich reden. 1871 gründete Carl Schmitt (1841–1914) hier eine Rosenschule. Über eine halbe Million dorniger Schönheiten wuchsen damals jährlich vor den Stadtmauern auf großen Feldern heran. Eltviller Rosen waren seinerzeit sehr angesehen und begehrt, und so reichten die Geschäftsbeziehungen der Rosenschule sogar bis zum Zarenhof in St. Petersburg. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zunächst ruhig um die Rosenstadt Eltville. Erst in den 1960er-Jahren erlebte sie dank des damaligen Stadtgärtnermeisters Reinhard Pusch (1931–2000) durch verstärkte Aufzucht und Pflanzung von Rosen einen Auftrieb. 1979 legte er auch im Burggraben der Kurfürstlichen Burg Beete an und pflanzte Kletterrosen.
Seitdem entfaltet sich in der Burg und am Rheinufer jedes Jahr die Rosenpracht. Wegen des milden Klimas ist der Hauptflor bereits Anfang Juni. Monatelang verwandeln sich die Beete mit ihren über 20.000 Rosenstöcken und mehreren Hundert Sorten, darunter viele Raritäten und alte Sorten, in farbige Blütenmeere. Die Stadt setzt bei der Pflege des Rosengartens auf eine ökologisch-biologische Bewirtschaftung. Bei der Pflege der Anlagen verwenden die erfahrenen Rosengärtner keinen mineralischen Dünger und keine konventionellen Pflanzenschutzmittel mehr. Stattdessen wird organischer Dünger genutzt; bei Schädlingsbefall werden unter anderem Nützlinge eingesetzt. Außerdem blühen in den Rosenbeeten vermehrt insektenfreundliche Stauden. Anfällige, ältere Rosen werden nach und nach gegen resistente Rosen ausgetauscht, wobei natürlich alle für die Stadt wertvollen Rosensorten erhalten bleiben.
Größe: 0,2 ha
Außenanlage: April - Mitte Oktober täglich 9:30 bis 19:00 Uhr Mitte Oktober bis März täglich 10:30 bis 17:00 Uhr
Mehr Informationen zum Ort: Region FrankfurtRheinMain
Kontakt: touristik@eltville.de
Stand: 2026
In Kooperation mit: Region FrankfurtRheinMain
#Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten
Burgstraße 1
65343 Eltville am Rhein
Haltestelle: Eltville Bahnhof
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