Industriekultur Junior

© Alexander Paul Englert

Mit dem Junior-Programm können Kinder und Jugendliche Industriekultur auf angewandte, spielerische und lehrreiche Art erleben. Kreative Workshops und Führungen an Orten der Industriekultur sind ebenso Teil der Angebote wie mehrtägige Veranstaltungen, in denen sich Kinder und Jugendliche intensiv mit den Themenschwerpunkten Baukultur, Nachhaltigkeit, Künste und Gestaltung, Arbeitswelten oder Produktion und Konsum auseinandersetzen.

© Alexander Paul Englert

Inhalte, Zielgruppen und Formate

Die Vermittlung der Inhalte erfolgt durch kreative und interdisziplinäre Ansätze der Kulturellen Bildung, wobei die Alltagserfahrung der Kinder und Jugendlichen sowie ihr persönlicher Bezug zur eigenen Biographie im Mittelpunkt stehen sollen. Dabei wird das unmittelbar Erfahrbare in Beziehung zu gesellschaftlichen, technischen, wissenschaftlichen und anderen Hintergründen gesetzt. Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, für die abwechslungsreiche Veranstaltungen in verschiedenen Formaten angeboten werden, sowohl als Tagesveranstaltungen als auch mehrtägige Angebote. Diese Bildungsmöglichkeiten sind kostenfrei oder kostengünstig, dank der Unterstützung des HMWK.

Bauten geben Auskunft über Baustile und Lebensweisen vorhergehender Generationen. Vermittelt wird der ständige Wandel der von Menschen gebauten und genutzten Umwelt: Die Architektur von Gebäuden und Ensembles, Städtebau und Ortsplanung sowie die Kunst am Bau. Der Erhalt und die nachhaltige Umnutzung von Zeugnissen der Industriekultur sind ebenso Thema wie die Frage nach ihrem Entstehungsprozess mitsamt den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen.

Gesellschaftlichen Transformationen, wie die Industrialisierung sind selbstverständlicher Gegenstand aller Künste - Theater, Bildende und Angewandte Kunst, Tanz, Musik, Literatur, Architektur, Film und Fotografie. Ferner beschäftigen sich zeitgenössische Künstler*innen aller Sparten mit arbeitsweltlichen Prozessen und reflektieren über industriekulturelle Themen, wie Nachhaltigkeit, Produktion und Konsum, Technik und Wissenschaft.

Nachhaltigkeit als wichtiger Aspekt des Wirtschaftens gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nicht nur werden Produktions- und Anbauprozesse hinterfragt, sondern auch das eigene Verhalten überdacht. Upcycling statt Wegwerfgesellschaft lautet daher ein Schwerpunkt vieler Workshops der Route der Industriekultur Junior.

Werksführungen bieten den Kindern und Jugendlichen einen authentischen Blick hinter die Kulissen produzierender Unternehmen. Produktionsprozesse und Produkte werden so ganz anschaulich erklärt. Zugleich werden auch Aspekte des Konsums erläutert und was all dies mit der eigenen Alltagswelt, dem eigenen Konsumverhalten zu tun hat.

Technik und Wissenschaften sind die Grundlage für viele gesellschaftliche Entwicklungen und spielen für die Industriekultur eine große Bedeutung. Die Angebote der Route der Industriekultur Junior fördern anwendungsnah das wissenschaftliche und technische Denken und Handeln.

Seit der Industrialisierung verändert sich die Arbeitswelt mit beschleunigtem Tempo. Heute vor allem durch den Einsatz neuer Technologien und die Globalisierung. So ist es absehbar, dass die Arbeitswelt der Zukunft anders sein wird als die der Gegenwart. Das der Wandel der Arbeitswelt allerdings nicht allein ein Merkmal moderner Gesellschaften ist, dass thematisieren viele Veranstaltungen der Route der Industriekultur Junior. Berufsbilder werden vorgestellt und ihr Wandel erläutert.