Newsletter Geist der Freiheit März 2026

Frankfurt am Main, 4. Mai 2026
www.krfrm.de
Sehr geehrte Interessent*innen,
liebe Freundinnen und Freunde des freien Geistes,


im Rahmen von World Design Capital 2026 startet der Themenschwerpunkt „Demokratie bauen!“ in der KulturRegion. Veranstalter wie das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim oder die Mediathek Eltville wirken mit eigenen Bausteinen im Mai mit. Bauen auch Sie mit und schauen Sie bei den interessanten Projekten vorbei! Oder nehmen Sie von Mai bis Oktober an einer von fünf außergewöhnlichen Rathaustouren durch die Region teil. Die Tagesexkursionen verbinden jeweils drei Rathäuser und ihre Geschichten. Vor Ort gibt es Führungen, Besichtigungen und Gespräche, mittags eine gemeinsame Pause. Wer Lust hat, sich einen Tag intensiv mit der Gestaltung von lokaler Demokratie und kommunaler Selbstverwaltung in verschiedenen Epochen zu befassen, sollte die erste Rathaustour am 31. Mai nicht verpassen.
 
Einen anregenden Monat Mai wünscht
Ihr Team von „Geist der Freiheit“
Berliner Platz in den 1950er Jahren © Stadtarchiv Rüsselsheim
Rüsselsheim am Main: Dienstag, 5. Mai, 17-19 Uhr
Zukunftswerkstatt
Im Rahmen von „Demokratie bauen!“ und WDC 2026

Das Berliner Viertel ist das erste große Neubauprojekt der Nachkriegszeit. Zahllose Geschichten erlebte das Viertel gemeinsam mit seinen Bewohner*innen. Und viele werden noch kommen? In der Zukunftswerkstatt bauen wir auf diese Geschichten auf: Was braucht unsere Stadt? Was fehlt ihr? Und was wäre, wenn…? Gemeinsam denken wir über das Leben in Rüsselsheim nach – und über das, was möglich sein könnte.
 
Ort: Museumspavillon (Berliner Platz / Danziger Anlage)
Kostenfrei, ohne Anmeldung
Veranstalter: Stadt- und Industriemuseum mit der Stadt Rüsselsheim am Main/Strategische Stadtentwicklung
 
Tag des freien Buches vor der Humboldt-Universität Berlin, 1949 © BArch, Bild 183-R98771/Wikimedia
Rödermark: Donnerstag, 7. Mai, 11.30 Uhr
Tag des freien Buches
Oberstufenschüler*innen lesen „verbrannte Texte“

Die Stadtbücherei Rödermark und die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule gedenken seit 2024 jährlich gemeinsam dem 10. Mai 1933 –
 dem Tag, an dem in deutschen Städten tausende Bücher jüdischer und anderer verfemter Autor*innen verbrannt wurden. "Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Intoleranz und der beängstigend machtvoll aufstrebenden völkischen Bewegungen ist es von bedrückender Aktualität, daran zu erinnern." (PEN Zentrum Deutschland)
 
Ort: Vor der Stadtbücherei Rödermark, Trinkbrunnenstraße 8
Kostenfrei
Veranstalter: www.roedermark.de
© Musical Butzbach e. V.
Butzbach: 7./8./9. Mai, jeweils 19 Uhr und 10. Mai, 14 Uhr
Weidig – aus freien Stücken
Musical


Das Leben von Friedrich Ludwig Weidig kommt als Musical auf die Bühne. Ehemalige der Weidigschule in Butzbach haben es selbst geschrieben, recherchiert, choreografiert, inszeniert und produziert. Das Stück erzählt die Lebensgeschichte des Butzbacher Pädagogen, Theologen und Demokratie-Vordenkers Friedrich Ludwig Weidig. Es geht um Meinungsfreiheit, Demokratie und Gleichberechtigung. Weidigs Wirken steht exemplarisch für den Einsatz von Zivilcourage und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Inszenierung greift diese historisch bedeutsamen Inhalte auf und vermittelt sie in moderner, emotional zugänglicher Form.
 
Ort: Bürgerhaus Butzbach, Gutenbergstraße 16
Kosten: 19 €, ermäßigt 15 €, Tickets online
Veranstalter: Musical Butzbach e. V.
© Markus Seibel
Bad Homburg v. d. Höhe: 9. bis 25. Mai 2026, Vernissage: 7. Mai 2026, 19 Uhr
Die im Dunkeln sieht man nicht
Fotografien von Markus Seibel

Die Fotoausstellung richtet den Blick auf den Bundestagswahlkreis Duisburg II mit der zuletzt niedrigsten Wahlbeteiligung bundesweit. Arbeitslosigkeit, Armut und Leerstand ganzer Straßenzüge prägen die Stadt. Markus Seibel macht sichtbar, wie sich soziale Ungleichheit in politischer Ungleichheit widerspiegelt. Wer ökonomisch unter Druck steht, beteiligt sich seltener am demokratischen Prozess – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus der Erfahrung mangelnder Repräsentation. Welches sind die Ursachen wachsender Distanz zwischen Lebensrealitäten und politischer Vertretung und welche Folgen hat das für die Demokratie? Der Ausstellungsort Bad Homburg bildet dabei einen stillen Kontrast zu Duisburg und wird selbst zum Bestandteil der Ausstellung.
 
Ort: Kulturzentrum Englische Kirche, Ferdinandstraße 16
Öffnungszeiten: Fr 17-20 Uhr, Sa, So und Pfingstmontag 14-18 Uhr
Kostenfrei
Veranstalter: www.bad-homburg.de
© Florian Bachmeier
Eltville am Rhein: 13. Mai bis 24. Juni 2026, Vernissage: 15. Mai, 19 Uhr
Fotoausstellung „Leben an den Rändern“
Im Rahmen von „Demokratie bauen!“ und WDC 2026

Der Dokumentarfotograf Florian Bachmeier geht mit seiner Kamera in Gegenden, die uns in den Schlagzeilen seltener begegnen, etwa nach Afghanistan, Mauretanien, Venezuela und an die Grenzen der Europäischen Union, wo geflüchtete Menschen nach Sicherheit suchen. Die Fotoausstellung erzählt vom Leben, von Konflikten, von Begegnungen in Grenzräumen. Hier prallen verschiedene Identitäten, Sprachen, Religionen oder politische Systeme aufeinander. Hier müssen Menschen ständig miteinander verhandeln – über Sprache, Ressourcen, Zugehörigkeit oder Geschichte. Demokratie baut auf denselben Prinzipien auf: Unterschiede anzuerkennen und gemeinsame Regeln für das Miteinander zu gestalten. Was können wir für das demokratische Miteinander vom Leben in Grenzräumen lernen?
 
Ort: Mediathek Eltville, Rheingauer Straße 28
Öffnungszeiten: Mo 10-13 Uhr und 15-18 Uhr, Mi 15-18 Uhr, Do 10-13 Uhr und 15-19 Uhr, Fr 15-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr

Kostenfrei
Veranstalter: www.eltville.de
Blick auf den Außenbereich der Gedenkstätte © Stadtarchiv Wiesbaden/ Marc Hegemann
Wiesbaden: ab Samstag, 16. Mai
KZ-Gedenkstätte „Unter den Eichen“
Neue Dauerausstellung

Nach intensiver Forschungs- und Konzeptionsarbeit des Stadtarchivs wird die Gedenkstätte „Unter den Eichen“ mit einer überarbeiteten Dauerausstellung wiedereröffnet. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Wiesbadener Außenlagers des KZ Hinzert. Moderne Vermittlungskonzepte, eine zweisprachige Gestaltung und eine markante Erweiterung im Außenbereich rücken das Schicksal der Zwangsarbeiter in den Fokus der Öffentlichkeit.

Ort: Gedenkstätte „Unter den Eichen“, Carl-von-Ibell-Weg
Öffnungszeiten: Samstags von 14 bis 16 Uhr, Führungen für Gruppen auch an anderen Tagen, Info: 
stadtarchiv@wiesbaden.de
Veranstalter: www.wiesbaden.de
Grundgesetz-Lesung in Reinheim, 2024  © Museum Reinheim
Reinheim: Mittwoch, 20. Mai, 19 Uhr
Die Würde des Grundgesetzes ist unschlagbar!
Lesung zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes

Das Museum Reinheim hat zur Feier des Tages Autor*innen der südhessischen Literaturgruppe POSEIDON eingeladen. Sie haben literarische Kommentierungen zu einzelnen Artikeln des Grundgesetzes verfasst. Mit Kurzgeschichten, Gedichten, Minidramen und Essays servieren sie ihre ganz eigene Hommage an eine der besten Verfassungen der demokratischen Welt. Es lesen Barbara Zeizinger, Iris Welker-Sturm, Marina D’Oro, Bastian Kienitz, Ingrid Thiel, Frank Schuster, Andreas Roß und Jutta Janzen. Begrüßung: Gerd Proll (Museum Reinheim)
 
Ort: Gasthaus „Zum Kühlen Grund“, Heinrichstraße 17
Kostenfrei
Veranstalter: www.museum-reinheim.de
Frankfurt am Main: Samstag, 23. Mai
Frankfurt feiert Demokratie
Aktionstag zum Geburtstag des Grundgesetzes

2026 wird das Grundgesetz 77 Jahre alt. Seit dem Jubiläum 2024 stellt die Initiative „Frankfurt feiert Demokratie“ am Jahrestag der Verkündigung des Grundgesetzes, dem 23. Mai 1949, Aktionen in der ganzen Stadt auf die Beine. Ob als Kaffeetafel im Büro, Sportfest, Quizrunde, private Grillparty, Ausstellung, Schul- oder Nachbarschaftsfest – der Geburtstag unserer Demokratie lässt sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise feiern. Im Rahmen von WDC 2026.
 
Ort: Verschiedene Feierorte in Frankfurt
Kostenfrei
Veranstalter: www.frankfurtfeiertdemokratie.de
© KulturRegion / Illustration: Julia Kluge
Frankfurt a.M./Offenbach a.M./Heusenstamm: Sonntag, 31. Mai, 10-17.30 Uhr
Rathaustour „Drei Rathäuser, drei Geschichten“
Tagesexkursion mit Führungen und Besichtigungen

Die erste Rathaustour im Rahmen von „Demokratie bauen!“ und WDC 2026 führt vom Frankfurter Römer über Offenbach bis nach Heusenstamm und zurück. Führungen vor Ort vermitteln jeweils, wie sich städtische Identität und kommunale Selbstverwaltung in der baulichen Gestaltung und in unterschiedlichen Epochen widerspiegeln. Zu den lokalen Besonderheiten führen Frank Seibold von den Frankfurter Stadtgeschichten, Dr. Jürgen Eichenauer vom Haus der Stadtgeschichte Offenbach sowie Roland Krebs und Michael Kern vom Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm. Eine gemeinsame Mittagspause ist geplant, die Fahrten legt die Gruppe gemeinsam mit dem ÖPNV zurück.
 
Start und Ende: Frankfurt, Treffpunkt wird bei Anmeldung bekanntgegeben
Kosten: 10 € / 5 € für Studis, Schüler und Azubis (inkl. ÖPNV-Ticket)
Anmeldung erforderlich:
Anmeldung via E-Mail mit dem Betreff
„Anmeldung Rathaustour“ an info@krfrm.de
Veranstaltet von: KulturRegion in Kooperation mit dem Haus für Stadtgeschichte Offenbach und dem Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm, Stiftung Orte der Deutschen Demokratiegeschichte
Newsletter der KulturRegion FrankfurtRheinMain

Die Newsletter der Projekte „Route der Industriekultur Rhein-Main“, „GartenRheinMain“, „Starke Stücke“ und „Museen & Sonderausstellungen“ finden Sie unter folgendem Link: www.krfrm.de/alle-newsletter
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