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Sehr geehrte Interessent*innen,
liebe Freundinnen und Freunde des freien Geistes,
1945 und die Nachkriegszeit stehen im Januar − auch anlässlich des Holocaust-Gedenktages − im Fokus: Jüdisches Leben nach der Befreiung, der Flughafen unter alliierter Besatzung, der demokratische Neubeginn auf lokalpolitischer Ebene und der Umgang mit dem NS nach 1945. Der demokratische Wiederaufbau ist auch ein Aspekt des diesjährigen Schwerpunktthemas von „Geist der Freiheit“, für das wir zur Mitwirkung (Fördermöglichkeit, Antragsfrist 31.1.!) aufrufen: „Demokratie bauen! Rathäuser und Gemeinschaftssorte gestern und heute“. Infos dazu gibt es hier.
Ein gutes Jahr 2026 wünscht
Ihr Team von „Geist der Freiheit“
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© Wikimedia Commons/Haselburg-Müller
Butzbach: aktuell
Auf den Spuren Weidigs
Neue Dauerausstellung über Friedrich Ludwig Weidig
Die neu gestaltete Dauerausstellung taucht in die Zeit vor der Deutschen Revolution 1848/49 ein. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet sie Weidigs Leben in Butzbach – von seiner Rolle als Lehrer und Turnpionier bis zu seinem konspirativen Netzwerk und seinem Kampf für Freiheit und Demokratie. Medienstationen, Filme, digitale Spielszenen und interaktive Dialoge ergänzen historische Objekte.
Ort: Museum Butzbach, Färbgasse 16
Öffnungszeiten: Mi 15.30-19.30 Uhr / Fr, Sa 14-17 Uhr / So 10-12, 14-17 Uhr
Kosten: 3 €, ermäßigt 1 €
Veranstaltet von: www.stadt-butzbach.de
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Das Schnuckenack Reinhardt Quintett, 1973; © Wikimedia Commons/ Heinrich Klaffs
Bad Kreuznach: 18. Januar bis 27. Februar 2026
Vom Holocaust auf die Weltbühne
Ausstellung zur Geschichte des (ersten) Schnuckenack Reinhardt Quintetts
Die Schau widmet sich der zeitlichen, kulturhistorischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Minderheit der Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz am Beispiel der zu Weltruhm gelangten Musiker des Schnuckenack-Reinhardt-Quintetts. Sie zeigt Ausstellungsstücke aus privatem Besitz, Ausschnitte aus Europatourneen, Musik und macht auch mit den Nachkommen der Künstler bekannt.
Ort: Haus des Gastes, Kurhausstraße 22-24
Geöffnet: Mo-Fr 9-15 Uhr
Kostenfrei
Veranstaltet von: www.bad-kreuznach-tourist.de
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Luftbrückendenkmal Frankfurt von 1985; © Wikimedia Commons/ TSGT Patrick H. Nugent
Frankfurt am Main: Montag, 19. Januar, 18 Uhr
„Ein Flughafen für die Welt!“ Die Entwicklung des Frankfurter Flughafens zwischen 1945 und 1965
Vortrag von Markus Grossbach (Fraport AG Archiv)
Nach Kriegsende hatte die „Besatzungsmacht“ das alleinige Sagen, aber schon bald mischten auch die Deutschen wieder mit auf „Rhein-Main“. Mit Erlangung der Lufthoheit 1954 war der Flughafen Frankfurt wieder voll im Geschäft. Das rasante Wachstum erforderte einen forcierten Ausbau, der mit dem Bau der neuen Empfangsanlage West, dem heutigen Terminal 1, seinen ersten Höhepunkt erreichte. Im Rahmen der Ausstellung „Frankfurt went West“.
Ort: Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9
Kostenfrei
Veranstaltet von: www.stadtgeschichte-ffm.de
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Fotoarchiv Buchenwald, Sign. 039.027. Fotograf: unbekannt
Wiesbaden: Montag, 19. Januar, 19 Uhr
„Aber Meine sind nicht da − ich bin allein“: Jüdisches Leben nach der Befreiung 1945
Vortrag von Christina Wirth
Die Jüdin Anna Kaletska wurde 1946 in Wiesbaden durch den Psychologen David P. Boder interviewt. Sie war zusammen mit knapp 800 jüdischen Frauen in einem westfälischen Dorf befreit worden und äußert sich hoffnungslos und höchst traumatisiert über das Erlebte. Anhand ihrer Geschichte zeigt sich, dass die Befreiung für viele zwar das Ende der Verfolgungs-, aber nicht das Ende der Leidensgeschichte war. Auftakt der Reihe „27. Januar — Erinnern an die Opfer“.
Ort: Jüdische Gemeinde Wiesbaden, Friedrichstraße 33
Kostenfrei, Anmeldung erforderlich unter info@jg-wi.de oder Tel. 0611-9333030
Veranstaltet von: Jüdische Gemeinde in Kooperation mit dem Stadtarchiv Wiesbaden
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Büste Friedrich Stoltzes, Stoltze-Brunnen in Frankfurt; © Wikimedia Commons/Chabe01
Offenbach am Main: Dienstag, 20. Januar, 19 Uhr
Großer Friedrich-Stoltze-Abend
Mit Winfried B. Sahm
In einigen von Stoltzes beliebtesten Gedichten und Geschichten geht etwas richtig daneben – und genau dies liefert dann die humoristisch-satirische Pointe. Ganz Alltägliches gesellt sich dabei zum historischen Ereignis. Vorgetragen – meist im Dialekt – und durch sprachliche wie kulturgeschichtliche Anmerkungen bereichert von Winfried B. Sahm, der seit über 25 Jahren das Publikum mit seinem Stoltze-Programm begeistert.
Ort: Berliner Straße 77, 1. OG
Kosten: 7 €, Anmeldung online oder Tel. 069 8065
Veranstaltet von: vhs Offenbach
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Aschaffenburger Rathaus, 1960; © Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
Aschaffenburg: Dienstag, 20. Januar, 19.30 Uhr
Der Aschaffenburger Stadtrat nach 1945. Demokratischer Neubeginn und Wiederaufbau
Kurzvorträge, anschließend Podium mit Zeitzeug*innen
2026 jährt sich zum 80. Mal die erste Wahl des Aschaffenburger Stadtrats nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die am 26. Mai 1946 stattfand. Seitdem prägt der Stadtrat mit seinen Vertreter*innen die Geschichte und die politisch-gesellschaftliche Entwicklung der Stadt entscheidend mit. Die Referenten Dr. Oliver Braun und Dr. Julius Goldmann richten ihr Augenmerk auch auf die Demokratisierungsprozesse nach dem „Dritten Reich“.
Ort: Martinushaus, Treibgasse 26
Kostenfrei
Veranstaltet von: Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und Martinushaus-Martinusforum
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Revue im Lager Westerbork (NL), 1943; © Wikimedia Commons/Rudolf Breslauer
Rodgau: Dienstag, 27. Januar, 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Kabarett im KZ
Grammophonlesung zum Holocaust-Gedenktag
Um selbst an Orten des Schreckens ein Stück Normalität und Ablenkung zu ermöglichen, ereignete sich Unvorstellbares: Kabarett im Konzentrationslager. Sowohl in Westerbork als auch in Theresienstadt traten zahlreiche inhaftierte Unterhaltungsgrößen der Weimarer Republik auf − teils heimlich, teils auf Anordnung. Der Musikkabarettist Jo van Nelsen erinnert an dieses dunkle Kapitel deutscher Kulturgeschichte in Liedern, Texten, Filmen und mit Schelllackplatten.
Ort: Stadtverordnetensaal im Rathaus, Hintergasse 15
Kostenfrei, Anmeldung erbeten unter vielfalt@rodgau.de oder Tel. 06106 693-1239
Veranstaltet von: Stadt Rodgau/Büro Vielfalt und Bildung
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Niemöllers Wohnhaus in Wiesbaden, wo er bis zu seinem Tod lebte; © Wikimedia Commons/amras_wi
Wiesbaden: Freitag, 30. Januar, 19 Uhr
„Welch ein Leben“
Niemöller-Musical von Siegried Fietz
Lieder mit bewegenden Texten zeichnen 41 Jahre nach Martin Niemöllers Tod das aufregende wie auch widerspruchsvolle Leben und Wirken Niemöllers als U-Boot-Kommandant, Widerstandskämpfer und Gefangener Hitlers, Friedensaktivist und als Kirchenpräsident nach. Das Musical will kein musikalisches Denkmal sein, sondern mit seiner aktuellen Botschaft einen Beitrag zu wesentlichen Fragen unserer Zeit leisten. Mit Siegfried Fietz (Keyboard), Helwig Wegner-Nord (Texte) und dem Gospelchor „Spirit & Soul“.
Ort: Ev. Bergkirche, Lehrstraße 6
Kostenfrei, Spenden erbeten
Veranstaltet von: Ev. Bergkirche Wiesbaden
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© Stiftung Topographie des Terrors/Sebastian Eggler
Frankfurt am Main: 30. Januar bis 26. Juli 2026
Die Nazis waren ja nicht einfach weg.
Ausstellung zum Umgang mit dem NS in Deutschland seit 1945
Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang damit, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Die Wanderausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg thematisiert diesen Prozess und fragt, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schüler*innen aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen.
Ort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53
Öffnungszeiten: Di, Do 9-17 Uhr / Fr, Sa, So 10-18 Uhr / Mi 10-20 Uhr
Kosten: 9 €, ermäßigt 5 €, bis 17 Jahre 3 €
Veranstaltet von: www.mfk-frankfurt.de
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Aktuelles aus der KulturRegion
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„Starke Stücke“-Festival
20. Februar bis 3. März 2026
Das 32. Internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ setzt vom 20. Februar bis 3. März 2026 erneut starke Impulse für das Junge Theater. 23 internationale Produktionen aus Dänemark, Deutschland, Belgien, Frankreich, Kroatien, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, Slowenien, Spanien und Großbritannien sind auf 44 Bühnen der Rhein-Main-Region zu sehen und präsentieren ein breit gefächertes Programm: von Puppen- und Objekttheater über Schauspiel und Tanz bis hin zu einem Audiowalk und dokumentarisch-biografischem Theater.
Termine, Spielorte, Kartenverkauf: www.starke-stuecke.net
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Newsletter der KulturRegion FrankfurtRheinMain
Die Newsletter der Projekte „Route der Industriekultur Rhein-Main“, „GartenRheinMain“, „Starke Stücke“ und „Museen & Sonderausstellungen“ finden Sie unter folgendem Link: www.krfrm.de/alle-newsletter
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