Hafentor Mainhafen Hanau von 1924, © KulturRegion/Kay-Hermann Hörster

FrankfurtRheinMain auf dem Weg in die Moderne

Hier online ab den "Tagen der Industriekultur Rhein-Main" 2026

Wie prägen die Errungenschaften der Moderne die Rhein-Main-Region – und was bedeutet das für ihre Zukunft? Die Mulitmedia-Ausstellung „FrankfurtRheinMainauf dem Weg in die Moderne“ geht diesen Fragen nach und rückt Orte, Ideen und Menschen in den Mittelpunkt: von der Luftfahrt in Zeppelinheim über die Hanauer Stadtplanung der 1920er-Jahre und die Schriftgießerei Klingspor bis zur Aartalbahn im Taunus und weiteren Innovationen.

Im Zentrum stehen filmische Gespräche mit Menschen aus der Region an industriekulturellen Orten. Sie zeigen, wie diese Entwicklungen bis heute wirken und Impulse für aktuelle Herausforderungen geben – etwa für bezahlbares Wohnen, nachhaltige Entwicklung und demokratische Kommunikation.

Ab September 2026 werden an dieser Stelle die Filmbeiträge abrufbar sein. Die Ausstellung ist dauerhaft online und per QR-Codes im öffentlichen Raum abrufbar – eine vernetzte Ausstellung, die einlädt, die Moderne in Rhein-Main neu zu entdecken und weiterzudenken.

Bis dahin präsentieren wir hier Schnappschüsse und Eindrücke „behind the Scenes“.

Nicht verpassen: Ebenfalls unter dem Motto "Auf dem Weg in die Moderne" stehen die diesjährigen "Tage der Industriekultur "Rhein-Main" vom 5. bis 13. September.

© DAW, Sabine Arndt

24. Tage der Industriekultur Rhein-Main

Auch das diesjährige Industriekultur-Festival steht unter dem Fokusthema "Auf dem Weg in die Moderne". Vom 5. bis 13.9. laden Führungen, Betriebsbesichtigungen, Ausstellungen, Workshops, Erzählcafés und Touren zu Fuß, per Rad und per Schiff zu spannenden Entdeckungen ein.
Das diesjährige Titelbild verknüpft Gestaltung und moderne Innovation auf besondere Weise: der Farb-Roboter Paint Buddy ist eine Entwicklung von Caparol. Das traditionsreiche Unternehmen gehört zu den Deutschen Amphibolinwerken in Ober-Ramstadt, die Schauplatz des Beitrags "Farbe und Demokratie" sind.
Regiestuhl der KulturRegion in der Toreinfahrt der ehemaligen Landmaschinenfarbik Tröster, heute Wohnquartier der "Teilhabe Wetterau" in Butzbach, © KulturRegion/Kay-Hermann

Achtung, Aufnahme!

Immer am Set dabei sind unsere Regiestühle. Selbstverständlich in bestem KulturRegions-Orange. Sie gehören dazu, wie Lichttechnik und Kamera. Wo immer wir sind, stellen wir die Regiestühle auf und bitten die Menschen aus der Region, darin Platz zu nehmen. Mit ihnen sprechen wir über die Geschichte spannender Orte, große Entwicklungen und vergessene Innovationen, Zukunftschancen und Gestaltungswillen.
Dreh am Hafentor in Hanau mit Filmemacher Maurice Jelinski, © KulturRegion/Kay-Hermann Hörster

Hanaus Weg in die Moderne

Der erste Dreh. Und dann noch an gleich drei unterschiedlichen Orten in der Stadt: Hafentor, Beethovenplatz und Freigerichtviertel. Was diese drei Orte geminsam haben? Sie waren in den 1920er Jahren Teil eines spektakulären Stadtbauprojekts. Ein Quartiersmanager, eine Sozialpädagogin, ein Stadtplaner und eine städtische Immobilienverwalterin erzählten uns von den Chancen und Herausforderungen dieser bis heute lebendigen und wichtigen Orte der Stadt. Ein Highlight war die Besichtigung einer leerstehenden Wohnung am Beethovenplatz.
© Archiv Opel Classic

Zukunftsschmiede Rüsselsheim

Einst hämmerten hier 8-Tonnen-Schmieden die Kurbelwellen der Autos aus Rüsselsheim. Die Opel-Schmiede steht seit 2021 leer und wir sind gespannt, was aus der riesigen Halle einmal werden wird. Bis dahin stellen wir für einen Tag unsere Regiestühle auf und bitten Platz zu nehmen: der Oberbürgermeister, eine ehemalige Opelanerin, und Menschen, die innovative Unternehmen in Rüsselsheim gegründet haben. Mit ihnen sprehen wir darüber, wie sich die Stadt als Standort neu erfinden kann und wie sie die Moderne von Morgen sehen.
Dreh in der Wohnanlage der "Teilhabe Wetterau" in Butzbach, © KulturRegion/Kay-Hermann hörster

Work Life Balance oder inklusives Leben in der alten Fabrik

Einst war die alte Fabrik im Zentrum Butzbachs ein Hotspot der Entwicklung und Produktion der berühmten Hassia-Landmaschinen. Nach dem Niedergang der Firma verfiel das Gebäude, bis die "Teilhabe Wetterau" dem alten Bau neues Leben einhauchte: 2013 wurde die alte Fabrik zu einem Wohnquartier für Menschen mit Behinderung umgebaut. "Jeder Mensch ist besonders", sagt Bewohner Vincenz. Er und andere erzählen, wie die ehemalige Fabrik ein Zuhause und ein Ort der Begegnung ist.
Auf dem Weg in die Moderne: Filmemacher Thomas Niederhaus im Zeppelinmuseum, © KulturRegion/Kay-Hermann Hörster

Zeppelinheim: das Tor zur Welt

Die Hitzewelle brachte uns ganz schön ins Schwitzen. Das machte dem spannenden Dreh in Zeppelinheim aber keinen Abbruch! Wir sind auf Spurensuche gegangen und haben den Ort erkundet, der in den 1930er Jahren als Siedlung für das Bord- und Bodenpersonal des Zeppelinlufthafens errichtet wurde. Was bedeutet diese Geschichte für das Hier und Jetzt und wie lebt es sich in einer idyllischen Siedlung, die zugleich an einem internationalen Luftverkehrsknotenpunkt liegt? Über Geschichte und Gegenwart sprachen wir mit dem Museumsleiter und ein Vorstandsmitglied des Forum Flughafen und Region. Eine Bewohnerin erzählte uns, wie sie in Zeppelinheim lebt, was ihr gefällt und was sie sich für die Zukunft ihrers Ortes wünscht.
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Auf den Punkt gebracht.

Einer unserer nächsten Drehs führt uns nach Offenbach. Hier entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert die Schriftgießerei Klingspor zu einem der führenden Hersteller von Bleisatzschriften. Berühmte Designer wie Peter Behrens entwickelten für das Unternehmen Schriften, die weite Verbeitung fanden. Heute vermittelt das Klingspormuseum diese Geschichte. Wir machen die Dauerausstellung zum Diskursraum für die Frage, welche Bedeutung Schrifttypen für die Demokratie haben. Das Gespräch führen eine erfahrene Schriftdesigerin der HfG und eine Journalistin.