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Liebe Freund*innen der Museen & Sonderausstellungen,
wenn die Tage kürzer werden, laden die Museen in der Region ein, sich u. a. mit Malerei und Design, Schmuck und Fotografie oder Medizin- und Stadtgeschichte zu beschäftigen.
Mehrere Ausstellungen rücken bemerkenswerte Frauen ins Licht: Das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden stellt Judit Reigl in den Fokus, die einzige Künstlerin der wegweisenden Wiesbadener Gruppenausstellung „Couleur vivante – Lebendige Farbe“ von 1957. Die Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg zeigt die erste große Retrospektive von Christa Näher, und das Stadtmuseum Hofheim widmet sich der Künstlerin Ottilie W. Roederstein, die ab 1909 in Hofheim lebte. Im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau zeigt die Stadtgoldschmiedin Vivi Touloumidi, wie Schmuck Botschaften transportieren kann.
Passend zur dunklen Jahreszeit wird es auch geheimnisvoll: Das Deutsche Romantik-Museum stellt „Unheimliches“ aus der Sammlung Prinzhorn aus, und das Dommuseum öffnet mit „Verschlusssache“ bemalte mittelalterliche Schränke. Einen Blick in sein Depot gewährt das Haus der Stadtgeschichte Offenbach, während die Fotogruppe Agora im Historischen Rathaus Hochstadt in Maintal Bewegung ins Bild setzt.
Viel Freude beim Entdecken der Ausstellungsvielfalt in Rhein-Main!
Ihr Team von
Museen & Sonderausstellungen
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Aktuelle Ausstellung der KulturRegion
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In der Rhein-Main-Region tagen heute regelmäßig hunderte, gewählte, politische Gremien auf kommunaler Ebene. Ihre Mitglieder arbeiten zum größten Teil ehrenamtlich. Lokale Politik findet dabei längst nicht nur im Rathaus statt. Das Ausstellungsprojekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain stellt beispielhaft 20 Orte vor, an denen Menschen beraten, diskutieren und demokratische Entscheidungen vorbereiten und treffen.
Hier gibt es weitere Informationen zu den teilnehmenden Orten.
Gesamtausstellung:
Bis 6. November 2026 in den Römerhallen in Frankfurt, täglich 11-18 Uhr
Eine öffentliche Führung mit Dr. Holger Köhn (Büro für Erinnerungskultur) und Fotografin Sonja Schwarz findet am 1. November um 11 Uhr statt. Anmeldung unter gdf@krfrm.de
Der Besuch der Ausstellung und Führung ist kostenfrei.
Das Projekt findet in Kooperation mit 19 Kommunen im Rahmen von Demokratie bauen! und WDC 2026 statt. Es wird gefördert von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte und WDC 2026.
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Ausstellungen November 2026
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Hanau: 1. November 2026 bis 11. April 2027
Vivi Touloumidi – 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin
im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau
Die 11. Hanauer Stadtgoldschmiedin Vivi Touloumidi (*1977 in Athen) präsentiert erstmals in Deutschland einen Überblick über ihr gesamtes Werk. Mit ihren Arbeiten hebt Touloumidi das kommunikative Potenzial von Schmuck hervor. Dabei befragt sie, wie Schmuck Botschaften transportieren, Gruppen formen oder Diskurse auslösen kann. Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung liegt in dem Erforschen von Stigmatisierung und Widerstand durch Schmuck als politisches Symbol. Ebenso setzt sich Touloumidi in ihrer Schmuckpraxis mit historischen Spuren in körperbezogenen Objekten auseinander.
Ort: Deutsches Goldschmiedehaus Hanau, Altstädter Markt 6, Hanau
Informationen: 06181 256556, gfg-hanau@t-online.de, www.goldschmiedehaus.com
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Frankfurt am Main: 6. November 2026 bis 21. Februar 2027
Unheimliches in Werken der Heidelberger Sammlung Prinzhorn
im Deutschen Romantik-Museum
Bildkünstlerische Werke von Patient*innen psychiatrischer Anstalten um 1900 sind immer wieder „unheimlich“ genannt worden. Als Entdecker ihrer ästhetischen Qualitäten gilt der Kunsthistoriker und Arzt Hans Prinzhorn (1886 – 1933). Die Studioausstellung konzentriert sich auf das Phänomen der Entfremdung, des „Unheimlich-Werdens“ der Umwelt, das Menschen am Anfang einer Psychose oftmals erleben. An fünf Werken der Sammlung Prinzhorn (Universitätsklinikum Heidelberg) wird erläutert, wie sich dieses Erleben bildkünstlerisch niederschlägt. Eine Ausstellung des Heidelberger Sonderforschungsbereichs 1671 in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift.
Ort: Frankfurter Goethe-Haus & Deutsches Romantik-Museum, Großer Hirschgraben 23-25, Frankfurt am Main
Informationen: 069 13880 0, info@freies-deutsches-hochstift.de, freies-deutsches-hochstift.de
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Das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden © Helbig Marburger 2024
Wiesbaden: 15. November 2026 bis 11. April 2027
Judit Reigl. Couleur vivante
im Museum Reinhard Ernst
Im Jahr 1957 fand unter dem Titel „Couleur vivante – Lebendige Farbe“ eine wegweisende Ausstellung abstrakter französischer und deutscher Malerei im städtischen Museum Wiesbaden statt. Die Schau vereinte 16 künstlerische Positionen, je acht aus Frankreich und Deutschland. Sie war ein mutiges Statement im Nachkriegsdeutschland und etablierte Wiesbaden als Ort für Gegenwartskunst. Zum 70. Jubiläum plant das Museum Reinhard Ernst eine Ausstellung, die die historische Schau in Teilen rekonstruiert. Das Werk der einzigen Künstlerin der Gruppenausstellung, Judit Reigl, wird dabei im Fokus stehen.
Ort: Museum Reinhard Ernst, Wilhelmstraße 1, Wiesbaden
Informationen: 0611 76388880, info@museum-re.de, www.museum-reinhard-ernst.de
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Außenansicht Dommuseum Frankfurt © Axel Schneider
Frankfurt am Main: 19. November 2026 bis 4. April 2027
Verschlusssache. Bemalte mittelalterliche Schränke und ihre Kontexte
im Dommuseum Frankfurt
Schränke werden heute von den meisten Menschen mehrmals täglich benutzt. Im Mittelalter wurden Schränke aber meist für Kirchen und Klöster gefertigt. Nur wenige von ihnen sind überhaupt erhalten oder zumindest in Teilen bewahrt. Die Ausstellung im historischen Kreuzgang des Dommuseums zeigt rund um den restaurierten bemalten Schrank aus dem Dom zu Fritzlar weitere Schränke, bemalte Türen und kleine Kästchen. Außerdem geben kostbare Goldschmiedearbeiten und Textilien aus dem Umfeld der Möbel eine Idee davon, was wohl im Inneren bewahrt wurde.
Ort: Dommuseum Frankfurt, Domplatz 1, Frankfurt am Main
Informationen: 069 8008718290, info@dommuseum-frankfurt.de, dommuseum-frankfurt.de
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Offenbach am Main: 20. November 2026 bis 16. Mai 2027
Stadtgeschichten – Stücke aus dem Depot
im Haus der Stadtgeschichte Offenbach
Das Depot ist das Herzstück einer jeden Museumssammlung. Ein geheimnisvoller Ort, an dem Objekte und Geschichten aufbewahrt, gepflegt und inventarisiert werden. Alte Schätze und spektakuläre Neuzugänge finden sich in den Regalen und Schränken. In diesem Jahr ist es an der Zeit, diese Stadtgeschichten anhand der Objekte nonlinear zu erzählen. Das Haus der Stadtgeschichte wird zum Experimentierfeld und öffnet seine Schatzkammer, aber auch Sammlerstücke aus der Stadtbevölkerung kommen zu musealem Glanz.
Ort: Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, Offenbach am Main
Informationen: 069 80652446, haus-der-stadtgeschichte@offenbach.de, www.haus-der-stadtgeschichte.de
Anilinfarbenfläschchen der Firma Oehler aus Offenbach © Thomas Lemnitzer
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Hofheim am Taunus: 24. November 2026 bis 21. Februar 2027
Spotlight: Ottilie W. Roederstein (1859 – 1937)
im Stadtmuseum Hofheim am Taunus
Das Leben der in Zürich geborenen Malerin Ottilie W. Roederstein war für die damalige Zeit ungewöhnlich: Als junge Frau ging sie zu Studienzwecken nach Berlin und Paris, stellte in den Pariser Salons aus und arbeitete sehr erfolgreich als freie Künstlerin – so erhielt sie auf den Weltausstellungen in Paris 1889 und 1900 jeweils eine Silbermedaille. Zusammen mit ihrer Lebenspartnerin, Dr. Elisabeth Winterhalter, der ersten deutschen Chirurgin und Gynäkologin, lebte sie ab 1909 in Hofheim.
In der Ausstellung sind Gemälde und Zeichnungen aus der Kunstsammlung des Stadtmuseums zu sehen.
Ort: Stadtmuseum Hofheim am Taunus, Burgstraße 11, Hofheim am Taunus
Informationen: 06192 202540, stadtmuseum@hofheim.de,
stadtmuseum.hofheim.de
Ottilie W. Roederstein, Clärchen Pfeiffer oder Grüne Kette, 1920, Öl auf Leinwand
© Stadtmuseum Hofheim
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Christa Näher, Obelisk, 1984, Dispersion auf Leinwand, 200 × 250 cm © Foto: Studio Schaub, Köln
Aschaffenburg: 28. November 2026 bis 7. März 2027
Christa Näher – Bilder aus dem Innersten
in der Kunsthalle Jesuitenkirche
Die Ausstellung ist die erste große Retrospektive dieser bedeutenden deutschen Künstlerin, die seit den späten 1970er-Jahren zu den prägenden Stimmen der figurativen Malerei ihrer Generation zählt. Anlass ist ihr 80. Geburtstag im Februar 2027 – ein idealer Moment, um das Werk einer Malerin neu in den Blick zu nehmen, die in der Kunstgeschichte der Bundesrepublik eine singuläre Position einnimmt: als Grenzgängerin zwischen Mythos und Malerei, zwischen Körper und Innerlichkeit, zwischen archaischer Symbolik und zeitgenössischer Bildsprache.
Ort: Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, Aschaffenburg
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Frankfurt am Main: 28. November 2026 bis 7. März 2027
How to Design a Revolution: The Chilean Road to Design
im Museum Angewandte Kunst
„Der chilenische Weg zum Design“ bietet die umfassendste Analyse der Grafik- und Industriedesignprojekte, die während Salvador Allendes Präsidentschaft entwickelt wurden. Die Ausstellung selbst erzählt einige der bemerkenswertesten Geschichten dieser innovativen Designerfahrung. Anhand dieser und anderer Projekte wird erkennbar, wie Chiles Designer*innen daran arbeiteten, einen Weg hin zu sozialer und materieller Gerechtigkeit durch gute Gestaltung zu bahnen.
Ort: Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt am Main
Informationen: 069 212-75339, info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de,
www.museumangewandtekunst.de
Illustration für ein Plakat zum öffentlichen Gesundheitswesen, entworfen von Waldo González und Mario Quiroz, 1973 © Waldo González und Mario Quiroz
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Volle Fahrt © Andrea Wagner
Maintal: 28. November bis 20. Dezember 2026
Volle Fahrt – Fotoausstellung der Fotogruppe Agora
im Historischen Rathaus Hochstadt
Alles bewegt sich, alles dreht sich! Menschen, Tiere, Autos, Technik, Natur und sogar die Kamera des Fotografen kann sich bewegen und damit ein Bild entstehen lassen. Doch Bewegung in einem Bild darzustellen, ist für Fotograf*innen eine besondere Herausforderung. Hier können die modernen Kameras mit ihrem eingebauten Autofocus helfen. Aber ein festgefrorenes, scharfes Motiv ergibt nicht immer auch automatisch ein gutes kreatives Bild. In diesem Fall sind die eigenen Ideen und die Erfahrung des Fotografen gefragt. Da sind zum Beispiel Techniken wie Kamera mitziehen, verreißen oder mit dem Teleobjektiv zoomen interessante Möglichkeiten. Auch Langzeitbelichtungen des Straßenverkehrs in der sogenannten „Blauen Stunde“ oder lange Belichtungszeiten bei Meeresbrandungen bringen überraschende Effekte.
Diesem spannenden und zugleich anspruchsvollen Thema widmet sich die Ausstellung der Fotogruppe Agora.
Ort: Historisches Rathaus Hochstadt, Am Rathaus 1, Maintal
Informationen: 06181 400721, kultur@maintal.de, www.maintal.de/kultur
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Nur noch kurz zu sehen...
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Ausstellungsvisual © Grafik: Autostrada Studios
Frankfurt am Main: bis 8. November 2026
On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet
im Museum Angewandte Kunst
Grafikdesign ist allgegenwärtig. Ob Lebensmittelverpackungen, digitale Interfaces auf unseren Smartphones oder Werbeflächen und Leitsysteme im öffentlichen Raum – alles, was uns an Medien umgibt, ist grafisch gestaltet und intendiert eine Wirkung. So prägt Grafikdesign, wie wir wahrnehmen, verstehen, fühlen und handeln – oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. „On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet“ untersucht die gesellschaftliche Dimension von Grafikdesign und fragt nach seiner Wirkmacht in Zeiten politischer, technologischer und sozialer Umbrüche. Die Ausstellung macht sichtbar, wie Grafikdesign unsere Wirklichkeit formt – und lädt dazu ein, aufgeworfene Fragen weiterzudenken und die gesellschaftliche Verantwortung der Disziplin neu zu verhandeln.
Ort: Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt am Main
Informationen: 069 212-75339, info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de, www.museumangewandtekunst.de
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Christian Dell/Gebr. Kaiser & Co, Tischleuchte aus der Serie „Idell“, 1936/37 © Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden / Patrick Bäuml
Wiesbaden: bis 15. November 2026
Christian Dell
im sam – Stadtmuseum am Markt
Wiesbaden, Bauhaus, Büroklassiker: Die Verbindung ist Christian Dell, der Entwerfer der legendären „Kaiser idell“-Leuchte. Der in Hanau ausgebildete Silberschmied prägte als Bauhaus-Meister in Weimar und als Lehrer in Frankfurt eine Generation von Gestalter*innen. Nach dem Krieg führte er ein Geschäft in der Wiesbadener Innenstadt. Diese Ausstellung zeigt erstmals Dells ganze gestalterische Spannweite – von frühen Silberobjekten über experimentelle Kunststoffarbeiten bis zu serienmäßig produzierten Leuchten.
Ort: sam – Stadtmuseum am Markt, Marktplatz, Wiesbaden
Informationen: 0611 44750060, info@stadtmuseum-wiesbaden.de, www.stadtmuseum-wiesbaden.de
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Ladislav Sutnar © Kunstgewerbemuseum Prag
Offenbach am Main: bis 29. November 2026
Aus der Mitte Europas. Tschechische Buchkunst von 1900 bis zur Gegenwart
im Klingspor Museum
Anlässlich des Ehrengastes Tschechien auf der Buchmesse präsentiert das Kunstgewerbemuseum Prag ausgewählte Schätze der Buchkunst aus über hundert Jahren. Der Bogen spannt sich dabei von Meisterwerken des Jugendstils über die Avantgarde – Kuboexpressionismus, Konstruktivismus und Surrealismus – bis hin zu den fantasievollen Bilderbüchern aus der Zeit des Sozialismus. Auch die Entwicklungen seit 1989 sowie die zeitgenössische Buchgestaltung und -illustration werden vorgestellt.
Ort: Klingspor Museum, Herrnstraße 80, Offenbach am Main
Informationen: 069 80652164, klingspormuseum@offenbach.de,
www.klingspormuseum.de
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