Die Burg liegt auf einer von Nidder und Mühlgraben gebildeten, langgestreckten Insel am Nordrand von Niederdorfelden. Die Burg wird im Jahr 1234 erstmals urkundlich erwähnt, die Ursprünge waren aber gut 200 Jahre älter. Sie geht auf einen wassergeschützten Turmhügel zurück, einen jener kleinen Burgsitze für Ministerialen und Edelfreie, die gerade Platz für einen Wohnturm boten. Erbaut wurde die Burg von den Herren von Dorfelden, die 1166 erstmals erwähnt wurden, aber nur wenige Jahre dort residierten, denn spätestens seit 1191 waren sie auch Eigentümer der Burg Hanau und stiegen zu den Herren von Hanau auf. Seit dem 13. Jahrhundert verlor die Burg rasch an Bedeutung. Sie hatte verschiedene Besitzer und wurde zum Tausch- und Verhandlungsobjekt, bis sie im 17. Jahrhundert nur noch als Zubehör des Junkernhofes genannt wird. In den folgenden Jahrhunderten verfiel die Burg dann zunehmend. Heute stehen nur noch Reste der Außenmauern und ein Turm aus Buckelquadern im Süden, der in die Zeit Ende des 12. Jahrhunderts zu datieren ist.
Quelle: Herrmann, Fritz-Rudolf: Archäologische Denkmäler in Hessen 116; Führungblatt zu der Wasserburg in Niederdorfelden, Main-Kinzig-Kreis, Wiesbaden 1994
Stand: 2026
Mühlgasse 9
61138 Niederdorfelden
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