Opel-Werk

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Baujahr 1911-1929

Einheitlichen Gestaltungsprinzipien folgend, errichteten die Söhne des Werksgründers Adam Opel und seine Witwe Sophie die Fabrik nach dem Werksbrand 1911 in weiten Teilen neu. Zu dieser Zeit gab die Unternehmerfamilie die Nähmaschinenproduktion als historisch ersten Produktionszweig der Firma auf. Die Fahrrad- und Automobilfabrikation wurden in großem Stil und ab 1923/24 auch in Fließfertig weitergeführt. Entlang der Bahnlinie integrierte man die noch erhaltenen Vorgängerbauten. In Ausdehnung und Ausführung handelt es sich um eine der bedeutendsten Fabrikfassaden Deutschlands. Senkrechte Ziegelmauerstützen, Pilaster und Geschossöffnungen mit waagrechten Fensterbändern und Brüstungen aus Beton prägen das Bild. Diese Gestaltung wurde, zunächst mit einem tragenden Ziegelmauerwerk, später mit tragender Stahlbetonkonstruktion und vorgeblendeter Ziegelsteinverkleidung noch bis zum Bau des Opel-Turms im Jahr 1929 eingehalten.

Vorbild waren die frühen amerikanischen Automobilfabriken mit ihren parallel angeordneten Produktionsbauten und Höfen, die zum Teil durch Brücken überspannt wurden. Während bei den äußeren Fassaden die Ziegelsteinoptik dominiert, sind die inneren Fassaden als Sichtbetonflächen ausgeführt. Die Halle A 1, die einen der ersten Höfe überspannt, ist einer der frühesten eingeschossigen Produktionsbauten in einer Stahlbeton-Fachwerkkonstruktion. In dem ältesten Werksteil A, der sich hinter dem erst 1925 fertiggestellten repräsentativen Hauptportal erstreckt, errichteten die Söhne des Werksgründers Adam Opel 1924 das erste Fließband der europäischen Automobilproduktion. Entlang der Bahnlinie öffnet sich die geschlossene Baustruktur. Hier befanden sich, umgeben von einem kleinen Park, die ersten Villen der Familie Opel, von denen sich nur noch die „Villa Martha“ (BJ 1897) der Familie von Wilhelm von Opel in stark überbauter Form erhalten hat. Der nordwestliche Teil C entlang der Weisenauer Straße trägt noch Spuren der vom Jugendstil beeinflussten Architektur des Architekten Bernhard Fischer. Durch den von dem Architekten Paul Meißner errichteten Fabrikturm entfaltet der Komplex eine weithin sichtbare Fernwirkung.

Auch wenn der Name OPEL über dem Hauptportal prangt, hat sich die Produktion der GM-Tochter längst weit nach Westen verlagert. Das Altwerk wurde verkauft. Für weite Teile wird noch eine neue Nutzung gesucht. Zugänglich ist dieses Areal nur über organisierte Führungen (Kontakt: Stadt- und Industriemuseum museum@ruesselsheim.de, 06142 83-2950).

Stand: 2016

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Öffnungszeiten: Nach Absprache

Mehr Informationen zum Ort: Region FrankfurtRheinMainHomepage

Kontakt: diewerkstour@de.opel.com, Opel-Werksführung: Friedrich-Lutzmann-Ring 1

Stand: 2016

In Kooperation mit: Region FrankfurtRheinMain

#Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

Marktstraße 35
65428 Rüsselsheim am Main

Veranstaltungen in Opel-Werk