Marienhütte und Villa von Arnim

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Die 1899 als Zweigstelle des Eisenhüttenwerks Tangerhütte bei Magdeburg in Betrieb gegangene Eisengießerei „Marienhütte“ hatte der Unternehmer Curt von Arnim nach seiner Ehefrau benannt. Mit angeschlossener Schreinerei, Schlosserei und Schmiede wurden aus drei Kupolöfen jährlich bis zu 8.000 Tonnen Eisen u.a. zu großformatigen Motor- und Maschinenteilen verarbeitet. 1948 wurde die Marienhütte mit der Offenbacher Armaturenfabrik „Schneider & Helmecke“ zu den „von Arnim’schen Eisenwerken“ vereinigt. Nach Einstellung der Produktion 1980 wurden die Werkshallen abgerissen und in ein Wohngebiet umgewandelt. Die 1900 neben dem Werksgelände errichtete Villa ist von einem Park mit Gartenkunst des beginnenden Zwanzigsten Jahrhunderts wie Laubengängen und Pergolen, kannelierten Säulen und Sphingen aus Betonguss umgeben. Zwei im Werk Tangerhütte hergestellte Kandelabersockel nach Entwurf des Bildhauers Franz Krüger von 1891 mit den Attributen Generatorspule und Licht als allegorische Darstellung der Elektrizität gehörten ursprünglich zu einem vor dem Frankfurter Hauptbahnhof aufgestellten Kandelaberpaar, das nach 1945 an den Eingang der Marienhütte versetzt wurde.

Stand: 2006

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