Heinrich-Fischer-Haus, Hanau-Mittelbuchen

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Das Heinrich-Fischer-Haus ist eines der ersten Dorfgemeinschaftshäuser, die unter Ministerpräsident Georg-August Zinn und auf Initiative des Hessischen Staatsministers Heinrich Fischer und dessen „Hessenplan“ von 1952, in den ländlichen Regionen in ganz Hessen entstanden. Das nach Heinrich Fischer benannte Haus in Mittelbuchen (heute ein Stadtteil Hanau) wurde 1953 errichtet, die örtliche Bevölkerung beteiligte sich mit Eigenleistungen am Bau. Heinrich Fischer amtierte später von 1956 bis 1962 auch Oberbürgermeister von Hanau. Das Haus steht für die erste Generation der Dorfgemeinschaftshäuser und ihre Bedeutung für Demokratie und Gesellschaft in den ländlichen Räumen der jungen Bundesrepublik. Anfang der 1950er Jahre vereinte das Haus viele alltagspraktischen Funktionen (Waschküche, Kühlräume), war aber vor allem als öffentlicher Raum und  Versammlungsort ein wichtiger Ort der Demokratieförderung. Heute dient es weiterhin als Treffpunkt für Vereine, der Ortsbeirat hat hier seinen festen Sitzungsort. Als Ort, an dem Menschen zusammenkommen und gleichermaßen Freiheit und Gleichheit im Alltag erfahren können, als „dritter Ort“ kommt ihm auch in der Gegenwart eine besondere gesellschaftliche Bedeutung zu. 2026 wird es von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte als „Ort der Demokratiegeschichte“ ausgezeichnet.

Wachenbuchener Straße 17
63454 Hanau-Mittelbuchen