Als das neu errichtete Rathaus von Maintal-Hochstadt 1991 eingeweiht wurde, befand sich im zweiten Obergeschoss eine Kantine. Das Gebäude war ursprünglich als Technisches Rathaus geplant, weil das Rathaus in Maintal-Bischofsheim nicht mehr ausreichend Platz bot. Langjährige Mitarbeitende der Stadtverwaltung erinnern sich noch gut an die Essensausgabe in der Mittagspause. Da es an vergleichbar großen Räumen im Rathaus mangelte, dient die ehemalige Kantine seit vielen Jahren als Sitzungsraum.
Hier tagt etwa regelmäßig der Frauenbeirat, der als Gremium der Stadt Maintal seit 1994 Anliegen von Frauen stärkt. Auch der Inklusionsbeirat, der Ausländerbeirat und der Seniorenbeirat nutzen den Raum. Wenn Maintal an der Reihe ist, kommt hier zudem die Bürgermeisterdienstversammlung zusammen – ein Treffen aller Bürgermeister*innen aus dem Main-Kinzig-Kreis, gemeinsam mit dem Landrat. Für die Stadtverordnetenversammlung von Maintal mit ihren 45 Mitgliedern bietet der Raum hingegen nicht ausreichend Platz; diese tagt in der Regel im Bürgerhaus Bischofsheim.
Hinter dem großen Rollladen im Sitzungssaal verbirgt sich noch immer die Küche mit den metallenen Warmhaltevorrichtungen. Wenn eine Sitzung anberaumt ist, heißt es bei den Älteren bis heute: „Wir treffen uns in der Kantine.“
„Frauenstimmen müssen Gehör finden. Da Frauen politisch zu wenig repräsentiert sind, stärkt der Frauenbeirat ihre Anliegen. Feminismus will keine Besserstellung von Frauen, sondern Menschenrechte unabhängig vom Geschlecht verwirklichen."
Annika Frohböse, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie Mitglied des Frauenbeirats der Stadt Maintal
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