Bahnhof Dreieich-Buchschlag

Route der Industriekultur Rhein-Main

Auf der Bahnstrecke Frankfurt-Darmstadt kamen 1846 die ersten Züge ins Rollen. Doch den Ort Sprendlingen, den heutigen Stadtteil von Dreieich, ließen sie in Richtung Süden lange links liegen. Erst 30 Jahre nach der Eröffnung der Bahnstrecke gab es einen Haltepunkt. Er bekam den Namen „Sprendlingen“, obwohl die Häuser nicht direkt an der Bahn standen. Als Warteräume dienten den Fahrgästen damals alte Waggons. 1882 wurde das spätklassizistische Bahnhofsgebäude als Station „Sprendlingen“ erbaut.

Zug um Zug änderte sich der Name des Haltepunktes: Nach der Gründung der Villenkolonie Buchschlag, die an die Bahnstrecke grenzt, wurde 1906 dessen Bezeichnung in „Sprendlingen-Buchschlag“ geändert. Später hieß der kleine Bahnhof dann „Buchschlag-Sprendlingen“. Heute steht auf dem Schild „Dreieich-Buchschlag“.

Die Bundesbahn nutzte das Empfangsgebäude bis 1971. 14 Jahre später richtete ein Gastronom dort die „Endstation“ ein. Diese ist bis heute ein beliebter Treffpunkt, an dem die Besucher im Sommer auf der Terrasse – hinter einer Glaswand vor Lärm geschützt – fast im Minutentakt Züge vorbeirauschen sehen. Das Bahnhofsgebäude steht, wie auch das Perron-Schutzdach, unter Denkmalschutz. Das Dach stammt vom Darmstädter Ludwigsbahnhof und wurde 1958 nach Buchschlag gebracht.

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Stand: 2020

Adresse / Koordinaten
Dreieich-Buchschlag Buchschlager Allee 2 63303 Dreieich

(Lat: 50.021553 | Long: 8.661229)

Projektbezug
Route der Industriekultur Rhein-Main
Kategorie
Verkehrsbauten