Steinernes Haus aus Südosten, Foto: Sven Teschke, Büdingen (GFDL 1.2), via Wikimedia Commons

Steinernes Haus Büdingen

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Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Das Steinerne Haus, ein Ganzsteinbau mit mächtigem Staffelgiebel wurde 1510/11 für Graf Johann V. von Ysenburg errichtet, angebaut an die ältere Mühlpforte und verteidigungstechnisch geschickt in die neue Fortifikation eingebunden. Es ist der erste feudale Bau zu Wohnzwecken in der Stadt. Der 1544 angefügte Erker mit Fischblasen-Maßwerk erhielt 1998 wieder seinen spitzen Dachabschluss.
Im Zuge der oberhessischen Aufstände im Jahr 1830 stürmten aufrührerische Bauern im September aus dem Hanauer Raum auch auf Büdingen zu. Ein großer Teil der Einwohner empfing die Aufständischen begeistert, mit den Rufen "Freiheit und Gleichheit". Auch das Zollbüro im Steinernen Haus war Ziel der Unruhen. Die Bauern forderten die Abschaffung von Abgaben und Lasten und verbrannten Zoll- und Amtspapiere. Ein Butzbacher großherzogliches Regiment vertrieb die Rebellen schließlich. Zahlreiche Personen wurden im Zusammenhang mit den Aufständen zu Gefängnisstrafen verurteilt.

ÖPNV: Bus FB-43 bis Haltestelle Gymnasiumstraße, Büdingen, ca. 600 m Fußmarsch

Stand: 2016

Adresse / Koordinaten
Schloßgasse 24, 63654 Büdingen, Deutschland

(Lat: 50.291439 | Long: 9.116982)

Projektbezug
Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes
Kategorie
Historischer Schauplatz