Jerusalemer Tor, Foto: Stadt Büdingen

Jerusalemer Tor

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Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Winkelige Gassen, malerische Giebel, trutzige Wehranlagen, geheimnisumwobene Türme und Erker zeichnen ein aufregendes Bild der Büdinger Altstadt. Die gut zwei Kilometer lange Bastion gehört zu den besterhaltenen Befestigungsanlagen Deutschlands, die wie kaum eine andere für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit steht. Als imposantestes Bauwerk dieser Festungskunst gilt das Jerusalemer Tor, auch Wahrzeichen Büdingens, da es unübertroffen Wehrhaftigkeit und Kunstfertigkeit verbindet.
Im frühen 18. Jahrhundert siedelten sich unter dem Grafen von Ysenburg und Büdingen vor der Stadtmauer religiös Verfolgte an, die aufgrund des Toleranzedikts von 1712 dort Zuflucht fanden. Das doppeltürmige Untertor, ursprünglich eines von drei mittelalterlichen Stadttoren, trennte die Stadt Büdingen von der eigens für die Glaubensflüchtlinge angelegten Vorstadt. Als einziges Tor entging es im 19. Jahrhundert nur knapp dem Abriß. Seinen zweiten, heute gebräuchlichen Namen "Jerusalemer Tor" verdankt es ebendiesen Glaubensflüchtlingen, die hier Zuflucht und somit ihr "himmlisches Jerusalem" fanden.

www.buedingen.info

ÖPNV: Büdingen (Oberhess) Bahnhof, ca. 1 km Fußweg

www.buedingen.info

Stand: 2016

Adresse / Koordinaten
Jerusalemer Tor, 63654 Büdingen, Deutschland

(Lat: 50.292614 | Long: 9.114606)

Projektbezug
Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes
Kategorie
Historischer Schauplatz | Tipps