Jedes Jahr im Frühjahr lädt das „Starke Stücke“-Festival Kinder und Jugendliche in RheinMain dazu ein, internationale Theaterproduktionen auf den unterschiedlichsten Bühnen der Region zu erleben. Einer der Spielorte, der das Festival seit seinen Anfängen begleitet, ist das Bürgerhaus Dreieich. Bei der 46. Station auf unserer Reise zu besonderen Orten und Persönlichkeiten in der KulturRegion nehmen uns Bürgermeister Martin Burlon und Maria Ochs, Veranstaltungsleiterin im Bürgerhaus, mit hinter die Kulissen ihres vielfältigen, offenen Hauses. Gleichzeitig erfahren wir, welche Bedeutung das „Starke Stücke“-Festival und die Mitgliedschaft in der KulturRegion für die Stadt Dreieich haben.
Das Internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ bringt vom 20. Februar bis 3. März 2026 starke Theatererlebnisse für junges Publikum auf die Bühnen der Rhein-Main-Region. Im Bürgerhaus Dreieich ist am 22. und 23. Februar das Jonglage-Spektakel „Ballroom“ der belgischen Kompanie Post uit Hessdalen aus Antwerpen zu sehen. Am 25. Februar ist das Figuren-Theater „Auf der Bank“ von Teater Refleksion aus Aarhus (Dänemark) zu Gast. Und am 27. Februar erwartet Kinder ab 4 Jahren das Zirkusstück „ACTAPALABRA“ des Theatre Am Stram Gram aus Genf in der Schweiz. Das komplette Programm gibt es unter www.starke-stuecke.net.
© KulturRegion; Redaktion: Kristina Maurer; veröffentlicht im Februar 2026
©KulturRegion/Alexander Paul EnglertLiebe Frau Ochs, was ist das Besondere am Bürgerhaus Dreieich?
Das Bürgerhaus Dreieich ist offen für alle Menschen. Es wird von Vereinen beispielsweise für Fastnachtssitzungen genutzt, Firmen halten hier Betriebsversammlungen ab und natürlich bieten wir ein breites und vielfältiges Kulturprogramm an. Das reicht von Schauspiel über Musik, Kabarett und Comedy bis hin zu Kinder- und Jugendtheater. Technisch sind wir modern aufgestellt und extrem flexibel: Wir können Veranstaltungen für 100 bis 670 Personen realisieren, den Saal teilen und ihn so gestalten, dass er sich immer gut gefüllt anfühlt. Für eine Stadt unserer Größe ist das Angebot außergewöhnlich umfangreich. Viele Besucher*innen sind Stammgäste und auch Künstler*innen kommen immer wieder gerne hierher.
©KulturRegion/Alexander Paul EnglertWas kann ich hier erleben – über das Jahr hinweg und insbesondere beim Starke Stücke Festival?
Über das Jahr hinweg haben wir Konzerte und besondere Musikveranstaltungen, Theater-Gastspiele, Familienangebote und feste Aboreihen für Jung und Alt. Dazu kommen Open-Air-Formate und die Burgfestspiele in Dreieichenhain, die jedes Jahr sehr gut besucht sind.
Beim „Starke Stücke“-Festival zeigen wir internationale Produktionen für junges Publikum, die wir sonst nicht auf die Bühne bringen können. In diesem Jahr sind Stücke aus Belgien, Dänemark sowie der französischen Schweiz dabei. In Dreieich zeigen wir bevorzugt akrobatische Stücke ohne Sprache. Sie sind barrierearm und sprechen auch Kinder mit internationalem Hintergrund an.
Mir gefällt an „Starke Stücke“ besonders gut, dass es sich um ein Publikumsfestival handelt. Das heißt, Kinder und Erwachsene erleben die Vorstellungen gemeinsam. Bemerkenswert ist auch, dass das Programm durch Workshops und Vermittlungsangebote ergänzt wird. Solche Angebote bieten wir im Jahresprogramm sonst nicht an, da wir hier in Dreieich keine eigene Theaterpädagogik haben.
Warum ist Dreieich bei Starke Stücke dabei?
Wir sind von Anfang an bei „Starke Stücke“ dabei, weil wir durch das Festival die Möglichkeit haben, internationales, hochwertiges Kinder- und Jugendtheater in die Region zu holen. Produktionen, die besonders aufwendig oder teuer sind, können wir dann gemeinsam mit anderen Veranstalter*innen aus dem „Starke Stücke“-Netzwerk realisieren. Die Zusammenarbeit geht dabei weit über das Festival hinaus: Wir teilen Erfahrungen, entdecken gemeinsam neue Produktionen und arbeiten nachhaltig zusammen, etwa durch geteilte Gastspiele und Fahrtkosten.
Alle Veranstalter*innen können sich bei „Starke Stücke“ in der Programmplanung einbringen. Wir sichten auch Stücke bei anderen Festivals, vernetzen uns international und können so über den eigenen Tellerrand blicken.
©KulturRegion/Alexander Paul EnglertLieber Bürgermeister Burlon, was bedeutet für Dreieich die Mitgliedschaft in der KulturRegion?
Die Mitgliedschaft in der KulturRegion bedeutet uns viel. Wir liegen mitten im Rhein-Main-Gebiet und verstehen uns als Teil eines kulturstarken, vernetzten Raums über Stadt- und Landesgrenzen hinweg. Die KulturRegion verbindet Kommunen aus Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz und schafft Reichweite, Austausch und Sichtbarkeit. Für uns ist das ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Kulturarbeit. „Starke Stücke“ ist dabei jedes Jahr ein besonderes Highlight, weil hier genau diese Vernetzung sichtbar wird.
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