Newsletter Museen & Sonderausstellungen März & April 2026

Frankfurt am Main, 25. März 2026
www.krfrm.de
Liebe Freund*innen der Museen & Sonderausstellungen,

zwischen Malerei, Fotografie und interaktiven Formaten laden die Ausstellungen im März und April dazu ein, genau hinzusehen, zuzuhören und Zusammenhänge neu zu denken.

Das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden widmet dem österreichischen Maler Wolfgang Hollegha eine umfassende Einzelausstellung und rückt einen Meister der Reduktion ins Zentrum. Ebenfalls in Wiesbaden versammelt das sam – Stadtmuseum am Markt mit „Erzähl’ mir von Europa“ fotografische und dokumentarische Stimmen Europas, während das Kunsthaus Wiesbaden mit Werken von Marcelo Brodsky Erinnerungskultur und politische Geschichte beleuchtet. Im Museum Wiesbaden wiederum zeigt „Gift“ die faszinierenden wie ambivalenten Rollen toxischer Stoffe in Natur und Wissenschaft.

In Frankfurt am Main spannt das Städel Museum mit „Monets Küste“ den Bogen vom Impressionismus bis zur Moderne, während das Senckenberg Naturmuseum mit „Sargassum – Fluch und Segen“ aktuelle ökologische Fragen in den Fokus rückt. Das Junge Museum Frankfurt lädt mit „Damals 1410“ zu einer interaktiven Zeitreise ein.

Natur und Umwelt stehen im Mittelpunkt im Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg mit „Vogelperspektiven“, während die Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg mit der Preisausstellung „Stufen“ zeitgenössische Positionen vereint. Die Ausstellung „Messel 30+“ im UNESCO-Welterbe Grube Messel erzählt von der tiefen Erdgeschichte der Region, und das Freilichtmuseum Hessenpark richtet mit „Alltag durch die Linse“ den Blick auf fotografische Zeugnisse des täglichen Lebens.

Entdecken Sie die Ausstellungen im März und April und lassen Sie sich zu neuen Perspektiven inspirieren.


Ihr Team von

Museen & Sonderausstellungen

Ausstellungen März & April 2026
  Wolfgang Hollegha, Schmutzfink, 1980, Nachlass Wolfgang Hollegha © Nachlass Wolfgang Hollegha  
Wiesbaden: 15. März bis 25. Oktober 2026
Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau! 
im Museum Reinhard Ernst   


Das Museum Reinhard Ernst zeigt die erste umfassende museale Einzelausstellung des Malers Wolfgang Hollegha (1929–2023). In Österreich zählt Wolfgang Hollegha zu den bedeutendsten Malern nach 1945. In Deutschland ist sein Werk eine fulminante Neuentdeckung. Auf Einladung des amerikanischen Kunstkritikers Clement Greenberg reiste Wolfgang Hollegha 1959 nach New York, wo er seine Großformate in Einzel- und Gruppenausstellungen zeigte. Er fand sich plötzlich in Gesellschaft von Maler*innen wie Morris Louis, Helen Frankenthaler, Kenneth Noland, David Smith, Jules Olitski oder Barnett Newman wieder. Die Präsentation in Wiesbaden feiert den Meister der präzisen Verdichtung und Reduktion.

Ort: Museum Reinhard Ernst, Wilhelmstraße 1, Wiesbaden  
Informationen: 0611 76388880, info@museum-re.de, www.museum-reinhard-ernst.de
Wiesbaden: 18. März bis 31. Mai 2026
„Erzähl’ mir von Europa“ – Maximilian Gödecke x Arbeit an Europa

im sam - Stadtmuseum am Markt 

Die multimediale Wanderausstellung präsentiert das europäische Zeitzeugenprojekt „European Archive of Voices“. Im Mittelpunkt stehen die Portraits des jungen Fotografen Maximilian Gödecke, der mit Unterstützung des Goethe-Instituts durch Europa reiste, um die Europazeugen und ihre Lebenswelten sichtbar zu machen. Die Aufnahmen treten in einen Dialog mit Leitmotiven und Schlüsselgeschichten des Archivs und eröffnen vielfältige Einblicke in den europäischen Gedächtnisraum. Eine Hörstation macht ergänzend die Vielfalt der Sprachen und Erinnerungen hörbar und lädt zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Projekt Europa ein. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Ort: sam - Stadtmuseum am Markt, Marktplatz, Wiesbaden
Informationen: 0611 44750060, info@stadtmuseum-wiesbaden.de, www.wiesbaden.de
Szekeres Varsa Vera: „Man muss seine Meinung sagen und für die eigene Meinung einstehen.“
© Maximilian Gödecke
  Claude Monet. Étretat. Die Felsnadel und das Felsentor von Aval, 1885, Clark Art Institute, Williamstown, acquired by Sterling und Francine Clark, 1933 © Foto © The Clark Art Institute 
Frankfurt am Main: 19. März bis 5. Juli 2026
Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat 
im Städel Museum 


Vom Fischerdorf an der normannischen Küste zum mythischen Künstlerort — Étretat entwickelte sich im 19. Jahrhundert für viele Maler zur Inspirationsquelle und spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung des Impressionismus.
Vor allem Monet war vom Meer und von den Kreidefelsen fasziniert. Das Städel präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon eine große Sonderausstellung und schlägt den Bogen von der künstlerischen Entdeckung Étretats über den aufkommenden Tourismus bis hin zu den weltberühmten Felsformationen in Werken von Monet, Matisse und Man Ray.


Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, Frankfurt am Main 
Informationen: 069 605098200, info@staedelmuseum.de, www.staedelmuseum.de 
Wiesbaden: 20. März 2026 bis 4. April 2027
Gift

im Museum Wiesbaden

Gifte faszinieren — sie töten, heilen, warnen und schützen. Die Ausstellung zeigt ihre Rolle in Natur, Kultur und Wissenschaft: Sie dienen Tieren wie Baumsteigerfröschen zum Schutz oder ermöglichen der Kobra den Beutefang. Auch der menschliche Umgang wird beleuchtet – von Giftmorden und Umweltgiften bis zur Heilkunst. Paracelsus’ Erkenntnis gilt bis heute: „Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."

Ort: Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, Wiesbaden 

Informationen: 0611 3352250, museum@museum-wiesbaden.de, www.museum-wiesbaden.de
Fingerhut © Museum Wiesbaden / Dirk Uebele
Bad Homburg vor der Höhe: 22. März bis 9. August 2026
Vogelperspektiven

im Museum Sinclair-Haus

Seit jeher üben Vögel mit ihren Gesängen und Rufen, beeindruckenden Flugkünsten, ihrem farbenprächtigen Gefieder und ihren Fähigkeiten eine große Faszination auf uns Menschen aus. Die Ausstellung geht dieser Begeisterung für Vögel in der zeitgenössischen Kunst nach. Welche Bedeutung haben Vögel für unsere menschliche Identität — und welchen Wert messen wir ihnen in unserer Welt bei?

Ort: Museum Sinclair-Haus, Löwengasse 15, Bad Homburg vor der Höhe 
Informationen: 06172 5950500, museum@kunst-und-natur.de, www.museum-sinclair-haus.de 
Gelbspötter, 2022 © Matthias Garff
Aschaffenburg: 25. März bis 12. Juli 2026
Stufen — Erklimmen. Wachsen. Kunstpreis der Stadt Aschaffenburg 2026

in der Kunsthalle Jesuitenkirche 

Die Preisausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Kunsthalle Jesuitenkirche versammelt 13 künstlerische Positionen, die das Thema „Stufen“ weit interpretieren — als historische Entwicklung, gesellschaftliche Auf- und Abstiege sowie als symbolische und skulpturale Setzungen. Die Schau vereint analoge und digitale Ansätze, kombiniert Materialien auf überraschende Weise und lädt dazu ein, weiterzudenken. Der Kunstpreis ist mit 5.000 € dotiert.
Aus 138 Einreichungen wählte eine Fachjury die folgenden Künstler*innen aus: Jonas Ademes, Claudia Chaseling, Konrad Franz, GISELDA, Susanne Hessenthaler, Benjamin Hirte, Christiane Kaufmann, Jennifer Maus, Alina Röbke, Finja Sander, Tim Seger, INK Sonntag-Ramirez Ponce und Toni Wombacher.

Ort: Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, Aschaffenburg
Informationen: 06021 38674500, kasse.csm-kh@museen-aschaffenburg.de, www.museen-aschaffenburg.de 

Titelmotiv Kunstpreis der Stadt Aschaffenburg 2026 © Museen der Stadt Aschaffenburg / Jessica Eschenbach
  Marcelo Brodsky, La Clase – The Class Photo, 1997 © Marcelo Brodsky  
Wiesbaden: 26. März bis 28. Juni 2026
Memory in Action: Marcelo Brodsky
im Kunsthaus Wiesbaden  


Marcelo Brodsky wurde mit seinem Werk „Buena Memoria“ (1997) über die Verschleppung einiger Klassenkameraden und seines Bruders Fernando Brodsky während der Argentinischen Militärdiktatur bekannt. Es folgten weitere Werkserien wie „1968 The Fire of Ideas“, „Africa Fighting for Freedom“und „Traces of Violence“. Das Kunsthaus zeigt eine Auswahl seiner Werke. Ein Projekt in Kooperation mit „Mishpocha“ des Jüdischen Museums Frankfurt im Rahmen von World Design Capital 2026.

Ort: Kunsthaus Wiesbaden, Schulberg 10, Wiesbaden 
Informationen: 0611 319002, bildende.kunst@wiesbaden.de, www.wiesbaden.de/kunsthaus 
  Die Vielfalt steckt im Detail! Sargassum-Algenteppiche bieten zahlreichen Arten Unterschlupf, wie beispielsweise Schwimmkrabben, Nesseltieren und Moostierchen. © Senckenberg, Torben Riehl  
Frankfurt am Main: 27. März bis 18. Oktober 2026
Sargassum – Fluch und Segen
im Senckenberg Naturmuseum

Artenreicher Lebensraum oder durch die Klimakrise ausgelöste Umweltplage? Die Ausstellung zeigt die zwei Gesichter der faszinierenden Braunalgengattung Sargassum. Seit 2011 treiben riesige Teppiche dieser Alge im Atlantik — Millionen Tonnen werden an die Küsten der Karibik und des Golfs von Mexiko gespült. Dort richten sie großen Schaden an: Schildkröten verenden, Korallenriffe sterben ab und Menschen klagen über gesundheitliche Probleme. Doch Sargassum bietet auch einen einzigartigen Lebensraum mit hoher Artenvielfalt — im Wasser und an der Küste. Die Ausstellung macht dieses Spannungsfeld deutlich: mit dem Film „Beyond Sargassum“, der das Phänomen an der mexikanischen Küste dokumentiert, Originalexponaten der Alge selbst und einer beeindruckenden Vielfalt an Mitbewohnern.
 

Ort: Senckenberg Naturmuseum, Senckenberganlage 25, Frankfurt am Main 
Informationen: 069 75420, info@senckenberg.de, www.museumfrankfurt.senckenberg.de
Messel: 27. März 2026 bis 7. Februar 2027
Messel 30+
Silber, Saurier und andere Steine 

im UNESCO-Welterbe Grube Messel 

Wie hat die geologische Vergangenheit die Landschaft und Geschichte einer ganzen Region geprägt? Die neue Sonderausstellung lädt zu einer „Exkursion“ im Umkreis von 30 Kilometern rund um die Grube Messel ein. Auf rund 100 Quadratmetern entfaltet sich die Erdgeschichte über mehr als 500 Millionen Jahre — erzählt durch Gesteine, Mineralien, Fossilien und archäologische Funde. Einst türmten sich hier Gebirge auf, höher als der Himalaya. Später zerriss ein Kontinent und Vulkane entstanden. Vor 20.000 Jahren streiften Mammuts und Flusspferde an den flachen Rheinufern entlang und im Mittelalter gehörte der Odenwald zu den bedeutendsten Bergbauregionen Europas. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Steingarten und eine künstlerische Interpretation der Geologie Südhessens im Außenbereich.
 

Ort: UNESCO-Welterbe Grube Messel, Roßdörfer Straße 108, Messel  
Informationen: 06159 717590, service@welterbe-grube-messel.de, www.grube-messel.de 
Feingeschichteter Ölschiefer
© Welterbe Grube Messel/Rau
Frankfurt am Main: 28. März 2026 bis 21. Februar 2027
Damals 1410. Eine digital- analoge Ausstellung zur Medienkompetenz für Kinder ab 8 Jahren

im Jungen Museum Frankfurt 

Was passiert, wenn digitale und analoge Welten in einem Raum verschmelzen? In der Ausstellung „Damals 1410“ werden Besuchende zu Protagonist*innen einer interaktiven Zeitreise. Sie meistern Herausforderungen, lösen Rätsel und interagieren mit Figuren aus der digitalen Welt, um im Spiel voranzuschreiten. Durch verschiedene Aktivitäten erweitern sie spielerisch ihr Medienwissen, das sie von ihrer Zeitreise in die Gegenwart mitbringen. Zahlreiche Hands On Stationen — analog, digital, analog-digital — laden ein, neun Medienkompetenzfelder zu erkunden. Gemeinsam mit Kindermuseum FRida & freD Graz, ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung.

Ort: Junges Museum Frankfurt, Fahrtor 1, Frankfurt am Main 
Informationen: 069 21235154, info.junges-museum@stadt-frankfurt.de, www.junges-museum-frankfurt.de  
Einloggen und loslegen!
© Junges Museum Frankfurt, Stefanie Kösling
  Eine Frau beim Wäscheaufhängen
© Foto Jürgen Rauch, Fotoarchiv Rauch, 1933-1945, Archiv Freilichtmuseum Hessenpark
Neu-Anspach: 12. April bis 27. Dezember 2026
Alltag durch die Linse. Unsere Fotos  
im Freilichtmuseum Hessenpark 


Fotografien begleiten unser Leben seit über 150 Jahren. Sie zeigen Menschen in ihrer Freizeit und bei der Arbeit, spiegeln Rollenbilder und den Alltag wider. Fotografien sind mehr als Erinnerungen, sie sind historische Quellen. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Fotos aus den Sammlungen des Freilichtmuseums Hessenpark, vom spontanen Schnappschuss bis zum sorgfältig arrangierten Familienporträt. Sie macht sichtbar, wie Menschen ihre Welt inszenieren. Fotos zeigen nie alles. Sie sind Ausschnitte, geprägt von Technik, Blickwinkel und Auswahl. Wer steht vor der Kamera und wer bleibt unsichtbar? Welche Geschichten lassen sich in den Bildern lesen, welche Fragen bleiben offen? Die Ausstellung ermöglicht Erinnerungen, aber auch neue Blickwinkel auf Fotografien als Quellen für Alltagskultur.

Ort: Freilichtmuseum Hessenpark, Laubweg 5, Neu-Anspach
Informationen: 06081 5880, service@hessenpark.de, www.hessenpark.de 
...nur noch kurz zu sehen:
Start des Luftschiffes „Spirit of America“ in Carson City, CA (USA) im Jahr 2013
© Zeppelin-Museum Zeppelinheim/Jens Schenkenberger
Neu-Isenburg/Zeppelinheim: bis 19. April 2026
100 Jahre Goodyear Blimp - Markenikone und Luftschifftradition
im Zeppelin-Museum 

Zum 100-jährigen Jubiläum der kommerziellen Nutzung von Luftschiffen als Markenbotschafter zeigt das Zeppelin-Museum in Zeppelinheim einen eindrucksvollen Überblick über die Luftschiffaktivitäten des amerikanischen Unternehmens Goodyear, welches heute insbesondere als Reifenhersteller weltbekannt ist. Dabei erläutert die Ausstellung in einer anschaulichen Zeitreise, wie das Luftschiff von einem Werbeträger zu einem nicht mehr wegzudenkenden Markenbotschafter wird. In der Ausstellung sind zahlreiche Exponate aus den letzten 100 Jahren zu sehen, von Souvenirs bis hin zu Originalteilen von Luftschiffen, sowie Bild- und Filmmaterial aus den verschiedenen Epochen.

Ort: Zeppelin Museum, Kapitän-Lehmann-Straße 2, Neu Isenburg/Zeppelinheim 
Informationen: 06102 5609194, christian.kunz@stadt-neu-isenburg.de, www.zeppelin-museum-zeppelinheim.de 
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