Newsletter Museen & Sonderausstellungen Juni & Juli 2026

Frankfurt am Main, 17. Juni 2026
www.krfrm.de
Liebe Freund*innen der Museen & Sonderausstellungen,

im Juni und Juli laden die Museen und Ausstellungshäuser der Rhein-Main-Region unter anderem dazu ein, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen, Architektur und Fotografie zu beschäftigen.

In Frankfurt am Main richten das Deutsche Architekturmuseum mit „Too Hot. Heiße Städte, neue Wege“ und die Kunststiftung DZ Bank mit „Wie wollen wir leben“ den Blick auf Stadt, Klima und gesellschaftliches Zusammenleben. In Wiesbaden würdigt das Stadtmuseum mit Christian Dell einen Pionier des modernen Industriedesigns.

Wiederentdeckungen und neue Perspektiven prägen auch weitere Ausstellungen: Das Museum der Stadt Eschborn stellt den Gebrauchsgraphiker und Maler Peter Anton Jung vor, das KirchnerHAUS Aschaffenburg zeigt kreative Annäherungen an Ernst Ludwig Kirchner, und in Hofheim eröffnet der Marta-Hoepffner-Preis für Fotografie spannende Einblicke in zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografie.

Wir wünschen Ihnen spannende neue Eindrücke und viel Freude beim Erkunden der Museen in Rhein-Main.

Ihr Team von

Museen & Sonderausstellungen

Ausstellungen Juni & Juli 2026
Wiesbaden: 17. Juni bis 15. November 2026
Christian Dell
im Stadtmuseum Wiesbaden

Wiesbaden, Bauhaus, Büroklassiker: Christian Dell, Entwerfer der legendären „Kaiser idell“-Leuchte ist die Verbindung. Am 16. Juni 2026 eröffnet das sam dem kaum bekannten Pionier des Industriedesigns eine Ausstellung. Dell, der in Hanau zum Silberschmied ausgebildet wurde, prägte seit seiner Zeit als Bauhaus-Meister in Weimar und Lehrer in Frankfurt eine Generation von Gestalter*innen. Was viele nicht wissen: Nach dem Krieg führte er ein Geschäft mitten in Wiesbaden. Die Ausstellung zeigt erstmals Dells ganze gestalterische Spannweite — von frühen Silberobjekten über experimentelle Kunststoffarbeiten bis hin zu seriell produzierten Leuchten, die heute in internationalen Designmuseen präsentiert werden.

Ort: sam – Stadtmuseum am Markt, Marktplatz, Wiesbaden
 
Informationen: 0611 44750060, info@stadtmuseum-wiesbaden.dewww.stadtmuseum-wiesbaden.de
Christian Dell/Gebr. Kaiser & Co, Tischleuchte aus der Serie „Idell“, 1936/37 © Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden / Patrick Bäuml
Frankfurt am Main: 20. Juni bis 18. Oktober 2026
Too Hot. Heiße Städte, neue Wege
im Deutschen Architekturmuseum

Städte bedecken nur wenig Erdoberfläche, verbrauchen aber 75 % der Energie und verursachen 80 % der Treibhausgasemissionen weltweit. Gleichzeitig sind sie entscheidende Akteure, um Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Gezeigt werden 14 europäische Städte in fünf Klimazonen mit unterschiedlichen Strategien: Maßnahmen gegen Hitze und Trockenheit, Konzepte für nachhaltige Mobilität, Energieversorgung, Wasserhaushalt, Gesundheitsschutz und soziale Teilhabe. Neben wissenschaftlichen Analysen liefern Gespräche mit Expert*innen, Politik und Bürger*innen Erkenntnisse. Grafiken, Modelle und interaktive Elemente veranschaulichen komplexe Zusammenhänge.

Ort: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt am Main
Informationen: 069 212 38844, info.dam@stadt-frankfurt.de, www.dam-online.de/
Avinash Kumar, ohne Titel, Fotografie © Avinash Kumar
© Peter Lingens, Peter Anton Jung, Landschaft, o. T., 1954
Eschborn: 24. Juni bis 16. August 2026
Peter Anton Jung (1907–1982) – Gebrauchsgraphiker und Kunstmaler
im Museum der Stadt Eschborn

Mit dem Künstler JUNG entdeckt das Museum der Stadt Eschborn einen Kreativen neu, der ein breites Werk hinterlassen hat. Seine Hauptwirkungsorte waren in den Jahren des aktiven Schaffens Dietesheim, Berlin, Kronberg, Bremen, Frankfurt und Eschborn. Sein Werk umfasst zwei Tätigkeitsfelder: die Gebrauchsgraphik – also Werbung – und die Malerei, wobei er vor allem Landschaften, Ortsansichten und Stillleben schuf. Da er sich als Graphiker und als Künstler über Jahrzehnte „Anton Jung“ nannte, die letzten 15 Jahre seines Malerlebens aber als „Peter Anton Jung“ in Eschborn wirkte, konnten beide Karrieren und Werkgruppen bislang nicht zusammengebracht werden. Durch intensive Recherchen kann nun erstmals der Mann, der Gebrauchsgraphiker und Kunstmaler war, in einer Ausstellung vorgestellt werden. Eine Wiederentdeckung!

Ort: Museum der Stadt Eschborn, Eschenplatz 1, Eschborn
Informationen: 06196 4900, www.eschborn.de
Logo Gunter Ullrich © GUNTER ULLRICH STIFTUNG ASCHAFFENBURG
Aschaffenburg: 3. Juli bis 16. August 2026
Ernst „Ludwig Kirchner Reloaded“ – Gunter- Ullrich-Preis für Kunstpädagogik 2026
im Kirchnerhaus Museum Aschaffenburg

Das KirchnerHAUS Museum Aschaffenburg präsentiert die besten Arbeiten des von der Gunter Ullrich Stiftung Aschaffenburg ausgelobten Gunter-Ullrich-Preises für Kunstpädagogik 2026. Unter dem Motto „Ernst Ludwig Kirchner Reloaded“ setzten sich Schüler*innen und ihre Lehrkräfte kreativ mit dem Leben und Werk des berühmtesten Sohnes der Stadt auseinander. Die Ausstellung zeigt frische Perspektiven auf Kirchner - ergänzt durch Arbeiten des Kulturpreisträgers der Stadt Aschaffenburg Gunter Ullrich, der selbst zeitlebens mit Kirchners Kunst im Dialog stand.

Ort: Kirchnerhaus Museum Aschaffenburg, Ludwigstraße 19, Aschaffenburg
Informationen: 06021 5809250, info@kirchnerhaus.dewww.kirchnerhaus.de
 
Karina Nimmerfall, The Third City (Red Vienna), 2017 – 2022 © Karina Nimmerfall
Frankfurt am Main: 3. Juli bis 3. Oktober 2026
Wie wollen wir leben
in der Kunststiftung DZ Bank

Über den Sommer 2026 wird sich die Ausstellung „Wie wollen wir leben?“ mit unterschiedlichen Konzepten des Zusammenlebens in der Stadt beschäftigen. Wie sind die aktuellen Lebensbedingungen in den Großstädten und wie haben sie sich mit der Zeit verändert? Welche neuen Formen des Miteinanders können sich daraus entwickeln und welche Konzepte aus früheren Zeiten könnten sich als fruchtbar für die Gegenwart und die Zukunft erweisen? Die Ausstellung konzentriert sich dabei auf drei Themenfelder: Architektur, Soziales und Digitalisierung.

Ort: Kunststiftung DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main
Informationen: 069 768058800, info@kunststiftungdzbank.dewww.kunststiftungdzbank.de

 
Sonderausstellung HOCHHEIMWEINFESTSELIG © Archiv Foto Hirchenhein, Grafik Yvonne Dlougosch
Hochheim am Main: 9. Juli bis 12. Juli 2026
HOCHHEIM:WEINFESTSELIG
im SCHAUKASTEN:STADT

Die Ausstellung „HOCHHEIM:WEINFESTSELIG“ nimmt das 75. Hochheimer Weinfest zum Anlass und zeigt die Weinfestkultur von ihren Anfängen bis heute. Fotografien und Objekte aus den Hochheimer Museen sowie Beiträge aus der Bevölkerung verdeutlichen, wie sich die Arbeit der Winzer*innen, die Wahl der Weinkönigin, Ausschank, Begegnung und Lebensfreude zu einem lebendigen Fest verbinden. Erste Einblicke bietet seit 2025 die digitale Plattform www.schaukasten-stadt.de

Ort: SCHAUKASTEN:STADT, Alte Malzfabrik 1, Hochheim am Main
Informationen: 06146 900333, tourismus@hochheim.de, www.hochheim-tourismus.de/
 
Hofheim am Taunus: 12. Juli 30. August 2026
Hinter dem Spiegel. Marta Hoepffner-Preis für Fotografie 2026
im Stadtmuseum Hofheim am Taunus

Seit 2002 vergibt die Marta Hoepffner Gesellschaft für Fotografie e. V. alle drei Jahre den „Marta Hoepffner-Preis für Fotografie“ für zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografie. Das Thema für den bundesweit ausgeschriebenen 9. Preis lautet: „Hinter dem Spiegel“. Die in Kooperation mit dem Stadtmuseum Hofheim realisierte Ausstellung zeigt Arbeiten des ausgewählten Preisträgers bzw. der ausgewählten Preisträgerin.

Ort: Stadtmuseum Hofheim am Taunus, Burgstraße 11, Hofheim am Taunus
Informationen: 06192 202540, stadtmuseum@hofheim.de, stadtmuseum.hofheim.de/
Marta Hoepffner, Selbstbildnis mit frühen Selbstporträts, 1949 © Stadtmuseum Hofheim
 
...nur noch kurz zu sehen:
Wiesbaden: bis 28. Juni 2026
Barbara Proschak – Bewegte Ordnung. Vom Bedürfnis der Motive
im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden

Barbara Proschaks fotografisch-performative Praxis basiert auf Methoden des Sammelns, Archivierens und Ordnens. In ihrer Arbeit setzt sie sich auf subtile Weise mit Themen wie Körperlichkeit und Materialität auseinander.

Ort: Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, Wilhelmstraße 15, Wiesbaden
Informationen: 0611 301136, info@kunstverein-wiesbaden.dewww.kunstverein-wiesbaden.de
Barbara Proschak, In_let#2, 2025 (Detail)
© Barbara Proschak
Seeheim-Jugenheim: bis 30. Juni 2026
Pierre Kröger – Arbeiten in Öl, Aquarell und Pastell
im Museum Stangenberg Merck

Pierre Kröger (1938–2022) wurde in Darmstadt geboren und studierte 1957 bis 1961 an der Werkkunstschule Darmstadt mit Abschluss als Grafikdesigner. Seit 1968 arbeitete er als freischaffender Maler und war Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession. Neben zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland sowie Veröffentlichungen und Publikationen nahm er an Gruppenausstellungen bei Biennalen und Triennalen u. a. in den USA, Japan, Brasilien, Polen, Österreich und Jugoslawien teil. Pierre Kröger unternahm zeitlebens Studienreisen durch Europa, Afrika, Mittelamerika und Südostasien. Im Jahr 1981 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Darmstadt. 1984 wurde ihm der Internationale Senefelder Preis für Lithographie verliehen. Seine Arbeiten befinden sich sowohl in privaten als auch in öffentlichen Sammlungen.

Ort: Museum Stangenberg Merck, Helene-Christaller-Weg 13, Seeheim-Jugenheim
Informationen: 06257 905361, mail@museum-jugenheim.dewww.mstm.info
Pierre Kröger, Der Charme nervöser Hornissen, 2009, Pastellkreide © Pierre Kröger
Aktuelles aus der KulturRegion

© KulturRegion

Ginsheim: Donnerstag, 25. Juni, 17.30 Uhr
Zu Gast bei den Gewinnergärten
Führungen zum Projekt „Blühende Gärten“

Wie lassen sich Gärten und Grünflächen insektenfreundlich gestalten und zugleich fit für den Klimawandel machen? Der Regionalverband und GartenRheinMain laden dazu ein, die Gewinner*innen des Fotowettbewerbs „Blühende Gärten“ kennenzulernen. Bei den Besuchen erhalten Interessierte Einblicke in besonders gelungene Projekte und können sich Anregungen für den eigenen Garten, Balkon oder das Wohnumfeld holen. In der letzten Führung der Reihe wird der gemeinschaftlich bewirtschaftete „Garten der Vielfalt“ in Ginsheim vorgestellt.

Hinweis: Der Garten liegt am Feldrand und ist nicht direkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Parkmöglichkeiten bestehen vor dem Zaun. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass vor Ort keine Möglichkeit zur Toilettennutzung besteht.

Treffpunkt: wird nach Anmeldung bekannt gegeben
Anmeldung www.krfrm.de/bluehende-gaerten/
kostenfrei
Info und veranstaltet von: GartenRheinMain und Regionalverband FrankfurtRheinMain, 069-2577-1712, grm@krfrm.dewww.krfrm.de

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