Bauten für Gemeinschaften in der Nachkriegszeit sind Ausdruck demokratischer Erneuerung. Hier wurde verhandelt, gelernt oder gefeiert. Beim Blick in die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte der Gemeinschaftsbauten im Rhein-Main Gebiet eröffnet sich ein Kosmos demokratischer Prozesse: Im Vorfeld wurde gestritten, zur Eröffnung wurde gefeiert, im Nutzungsverlauf wurde verhandelt und heute sind diese Orte im Zuge von anstehenden Modernisierungsmaßnahmen Gegenstand politischer Diskussion.
Im Rahmen des Seminars „Kultur und Geschichte" im Master-Studiengang Architektur untersuchen Studierende das Gewordensein von Gemeinschaftsbauten der Nachrkriegsmoderne im Rhein-Main-Gebiet. Auf welche Art und Weise wurden Programm und Gestalt verhandelt wurden und wie wurden die Architekturen nach ihrer Fertigstellung angenommen, genutzt und im Aneignungsprozess verändert? Ziel ist es zu Wissen darüber zu gewinnen, wie diese Orte als soziale Räume entstanden sind un in die jeweilige Kommune und darüber hinaus bis heute wirken.
Zu jedem der insgesamt etwa 10 Projekte wird im Seminar eine Dokumentation erarbeitet, welche u.a. auf dieser Website sowie bei der Abschlussveranstaltung am 11. Dezember von "Demokratie bauen!" präsentiert werden.
Ein Projekt von: Frankfurt University of Applied Sciences, Master Architektur im Sommersemester 2026
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