Der 28. Februar 2027 ist im Kalender der Gemeindeverwaltung Niederdorfelden rot markiert: Bis dahin müssen mehrere Räume im 1970 errichteten und 1984 umgebauten Rat- und Bürgerhaus vollständig geräumt werden. Der Gebäudekomplex befindet sich „aufgrund baulicher, brandschutztechnischer, technischer und funktionaler Mängel in einem sanierungsbedürftigen Zustand“, wie es in der Ausschreibung zum Realisierungswettbewerb heißt. 13 Millionen Euro soll die Grundsanierung in etwa kosten – 100 Architekturbüros hatten sich darum beworben. Das Ergebnis der zur Auswahl extra einberufenen Jury fiel einstimmig aus.
Nach dem Umbau wird auch der Große Saal im Bürgerhaus kaum wiederzuerkennen sein. Hier tagt sechsmal im Jahr die Gemeindevertretung von Niederdorfelden, die aus 15 Mitgliedern besteht. An den Sitzungen nimmt auch der Gemeindevorstand unter Leitung des Bürgermeisters teil. Die öffentlichen Sitzungen werden live übertragen – ein Angebot, das von vielen Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen wird. Im Großen Saal findet zudem einmal im Jahr die Bürgerversammlung statt, die laut der Hessischen Gemeindeordnung mindestens einmal im Jahr die Bürgerschaft über wichtige Angelegenheiten informieren soll.
Ob nach der Sanierung das prominent angebrachte Hirschgeweih – ein Geschenk aus der französischen Partnerstadt Saint-Sever anlässlich des zehnjährigen Partnerschaftsjubiläums 1983 – einen Platz im neuen Großen Saal findet, wird sich zeigen.
„Nähe, Alltag, Vertrautheit und Verantwortung; das, was hier diskutiert und entschieden wird, wirkt sich direkt auf das Leben in unserem Dorf aus – und wir als Mandatsträger*innen sind ein Teil davon!“
Kristina Schneider, Vorsitzende der Gemeindevertretung
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