Bei seiner Eröffnung im Jahr 1960 erregte das von der traditionsreichen Saalbau GmbH betriebene „Haus Dornbusch“ bundesweite Aufmerksamkeit: Entstanden war ein Bürgergemeinschaftshaus, das nicht nur über Clubräume, Kegelbahn und Restaurant verfügte, sondern auch über einen (teilbaren) großen Saal. Hier wurden regelmäßig Filme gezeigt, Vorträge gehalten sowie Theater gespielt und Konzerte gegeben. Zum Gebäudetrakt gehörten ein Jugendhaus, Sozialstationen und eine moderne Stadtbücherei. Das „Haus Dornbusch“ war das erste neu gebaute Bürgergemeinschaftshaus in Frankfurt und gilt als eines der ersten in einer deutschen Großstadt überhaupt.
In den 1990er Jahren wurde der Komplex an der Eschersheimer Landstraße abgerissen. Der 1997 eingeweihte Neubau an gleicher Stelle bietet wieder Raum für öffentliche Einrichtungen (Bürgeramt, Kinder- und Jugendhaus, Stadtteilbibliothek). Auf dem Areal dahinter entstand eine moderne Blockbebauung mit Eigentumswohnungen.
Die beiden Clubräume im neuen Saalbau Dornbusch bilden zusammen den Anne-Frank-Saal. Darin kommt der Ortsbeirat 9 zu öffentlichen Sitzungen zusammen. Der Ortsbeirat 9 vertritt die Interessen der Bürger*innen aus den Stadtteilen Dornbusch, Eschersheim und Ginnheim. Er tagt abwechselnd im Saalbau Dornbusch sowie in Räumlichkeiten der beiden anderen Stadtteile. Die Frankfurter Ortsbeiräte 4, 5, 8 und 13 nutzen ebenfalls Saalbauten (Bornheim, Depot Oberrad, Titus Forum und Nieder-Erlenbach) als Sitzungsorte.
„Der Ortsbeirat 9 tagt regelmäßig im Anne-Frank-Saal im Saalbau Dornbusch und damit unweit des Geburts- sowie des Wohnhauses der heute weltberühmten Tagebuch-Schreiberin. Als Ortsvorsteherin bin ich mir der Verpflichtung bewusst, die mein Ehrenamt hat. Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie verteidigt werden muss. Dabei sind Ortsbeiräte niedrigschwellig und bürgernah. Demokratie vor der Haustür.“
Dr. Sabine T. Ruh, Ortsvorsteherin
© 2026 KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH