Weiterführende Informationen zum Elisabeth-Selbert-Saal

Das Neustädter Rathaus nach 1945

Ursprünglich war das 1723 bis 1733 erbaute Neustädter Rathaus in die Platzrandbebauung des Marktplatzes integriert. Lediglich das höhere Dach und die Bauplastik hoben es aus der ansonsten geschlossenen barocken Marktplatzbebauung heraus. 

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, in den Morgenstunden des 19. März 1945, wurde das Gebäude wie die gesamte Hanauer Innenstadt durch einen alliierten Luftangriff zerstört. Stehen blieb lediglich die Sandsteinfassade. Fotos der frühen Nachkriegsjahre zeigen, wie schwer die Zerstörung war.  

Bis zur Einweihung des Wiederaufbaus 1965 war das Hanauer Rathaus im Schloss Philippsruhe untergebracht. Die erste Stadtverordnetenversammlung nach dem Krieg tagte im Juni 1946 im Reihersaal, später im Weißen Saal. Die Oberbürgermeister Rehbein, Fischer und Dröse hatten ihr Büro in der Beletage des Schlosses im ersten Stock links. 

Im September 1961 begann der Wiederaufbau des Neustädter Rathauses unter Leitung von Professor Theo Papst (Darmstadt). Richtfest wurde im Oktober 1962 gefeiert, die feierliche Einweihung fand am 20. August 1965 statt. Die Inbetriebnahme des Rathauses mit dem neuen Verwaltungstrakt war nicht nur ein wichtiger Meilenstein des Wiederaufbaus nach dem Krieg, sondern symbolisierte auch den Wiedereinzug der Politik mitten in das Herz der Stadt. 

Wie plant man einen guten Sitzungsraum?