Fokusthema Vernetzen

In Wirtschaft und Gesellschaft zählt „Vernetzen“ aktuell zu den meistbenutzten Schlagwörtern. Wie selbstverständlich ist damit häufig eine intelligente und digitale Vernetzung gemeint. Das gilt für die Bereiche der Automatisierung (Fokusthema 2010) und Mobilität (2012) ebenso wie für die Themengebiete Kommunikation und Energie. Dabei schlägt sich „Vernetzen“ nicht nur in der digitalen „Cloud“, sondern in ganz konkreter Infrastruktur in der Rhein-Main-Region nieder: In Wasserstraßen ebenso wie in Verkehrsbauten, Umschlagplätzen oder Rechenzentren – in der Vergangenheit wie in der Gegenwart.

Die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ richten sich an alle Menschen der Region, die verstehen wollen, wie die vielen hier tätigen Unternehmen in Lieferketten und Stoffkreisläufe eingebunden sind und Globalisierung aktiv mitgestalten. „Vernetzen“ richtet den Fokus auf spannende Innovationen aus Rhein-Main – insbesondere aus dem Bereich der Kommunikation –, die uns mit der Welt in Verbindung bringen. Und sie veranschaulichen, was Industriekultur mit dem eigenen Alltag zu tun hat.

Das aktuelle Motiv der „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ zeigt den ehemaligen Fliegerhorst Langendiebach, ein gelungenes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit zur Entwicklung, Erschließung und Vermarktung eines Gewerbegebietes. Dieser Anfangssatz mag irritierend klingen, ist es doch ersichtlich das es sich um ein Towergebäude handelt. Doch welcher Kontrollturm ist zu sehen? Und warum ist die Eingangsthese trotzdem richtig?

Das Thema Luftfahrt nimmt in der Rhein-Main Region einen hohen Stellenwert ein: Ob die erste internationale Luftfahrtausstellung von 1909, der August-Euler-Flugplatz (der ältest Flugplatz in Deutschland, 1908), das Zeppelin-Museum in Neu-Isenburg oder den Flughafen Frankfurt, um nur einige prominente Beispiele zu nennen.

Weniger bekannt dürfte die Geschichte des ehemaligen Fliegerhorst Langendiebach sein, welcher sogar schon von Präsident J. F. Kennedy (1963) besucht wurde. Die einst rein militärischen genutzte Liegenschaft befindet sich seit 2013 in Transformation zu einem Gewerbe- und Logistikstandort. Die großflächigen Areale der inzwischen hier angesiedelten Logistikunternehmen prägen das aktuelle Bild ebenso wie die noch erhaltenen Gebäude des einstigen Flugplatzes, in denen mittlerweile kleine und mittelständische Firmen ihren Sitz haben. Entwickelt wird der Gewerbepark von einem Zweckverband, dem die Städte Bruchköbel und Erlensee angehören, das Projekt steht zudem im Kontext einer sich vernetzenden Region FrankfurtRheinMain.

Weitere Informationen

www.gewerbepark-fliegerhorst.de

www.gewerbepark-fliegerhorst.de/liegenschaft/historie/

de.wikipedia.org/wiki/Fliegerhorst_Langendiebach


Fliegerhorst Erlensee-Langendiebach, Hessen (Fotos von oben nach unten):
Towergebäude; Foto: Lumpeseggl (Wikimedia, CC BY-SA 4.0)
Luftansicht; Foto: Dr. Bernd Gross (Wikimedia, CC BY-SA 3.0)
Weitere Gebäude; Fotos: Sabine von Bebenburg

Weitere Informationen für potenzielle Veranstalter

Infopapier Tage der Industriekultur 2021

► Veranstaltungen für 2021 anmelden (Redaktionsschluss erreicht)

Mögliche Anknüpfungspunkte zum Fokusthema
• Energie
• Kommunikation
• Mobilität
• Lieferketten/Logistik
• Stoffkreisläufe
• Urbanisierung
• Digitalisierung und ihre Infrastruktur
• Infrastruktur der Industrialisierung
• Wasser (-straßen, Ver- und Entsorgung)

Kontakt und Beratung zu den Tagen der Industriekultur

rdik@krfrm.de / Salvatore Holly (069 2577-1762) oder Charlotte Kleine (069 2577 1740)