Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Steh‘ dazu, was du denkst, was du sagst und was du liebst, ...

... rappten Teilnehmer eines Schülerworkshops. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind und wichtige Wurzeln in der Rhein-Main-Region haben, vermittelt das Projekt Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes. Zahlreiche Orte, Personen und Ereignisse sind Teil der Freiheitsgeschichte der Region: Von der Mainzer Republik, über die Vormärzrevolutionäre, das Paulskirchenparlament bis zu Bürgerbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert. Die Geschichte hört nie auf und verbindet sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Newsletter Geist der Freiheit Juni/Juli 2017

07.06.2017:

Den aktuellen Newsletter Geist der Freiheit können Sie hier im Webbrowser betrachten.

Studierende recherchieren Orte der Freiheit

03.05.2017: Kooperationsprojekt von „Geist der Freiheit“ und TU Darmstadt

Im Sommersemester 2017 befassen sich Studierende am Fachbereich Geschichte der TU Darmstadt mit Erinnerungsorten zur Freiheit in der Region. Sie erforschen nicht nur historische Hintergründe, sondern hinterfragen auch, wie sich die Orte heute im Stadtraum und in der Wahrnehmung der Bewohner darstellen. Ein erster Vor-Ort-Termin führte unter anderem zu den Überresten des ehemaligen Gefängnisses in der Rundeturmstraße in Darmstadt (Foto), wo der liberale Oppositionelle Friedrich Ludwig Weidig 1837 qualvoll verstarb. Weitere Recherchen sind in Offenbach, Gernsheim, Königstein im Taunus, Hanau, Östrich-Winkel und Neu-Isenburg geplant. Alle Ergebnisse sollen auf der interaktiven Karte der KulturRegion veröffentlicht werden.

Newsletter Geist der Freiheit

26.04.2017:

Den aktuellen Newsletter zum Projekt Geist der Freiheit- Freiheit des Geistes können Sie hier im Webbrowser betrachten.

Hörspiel-Touren zum Abschluss von "Transit bewegt Rhein-Main"

18.04.2017: 5. Mai Aschaffenburg, 6. Mai Friedrichsdorf, 7. Mai Hanau, 21. Mai Friedberg

Von Mai bis August 2016 wanderte das Theaterkollektiv Mobile Albania im Rahmen von „Transit bewegt Rhein-Main“ am Limes entlang – von der Saalburg im Taunus über Friedberg und Hanau bis nach Aschaffenburg. Der alten Grenze folgend, spürten die Wanderer, die mit einem rollenden Holzesel unterwegs waren, neuen Grenzen und Grenzräumen nach. Es gab Begegnungen, Gespräche, spontane Gastfreundschaft und Atmosphären, die jetzt in einem Hörspiel verarbeitet wurden. Dieses kehrt zum Projektabschluss an die Museen am Limes zurück, die für den Esel während seiner Wanderschaft Station waren. Das Hörspiel ist am 5. Mai in Aschaffenburg, am 6. Mai in Friedrichsdorf, am 7. Mai in Hanau-Steinheim und am 21. Mai 2017 in Friedberg zu erleben. Ausgangs- bzw. Treffpunkt sind jeweils das Schlossmuseum Aschaffenburg, das Philip-Reis-Haus in Friedrichsdorf und das Museum Schloss Steinheim. Museumsbesucher/innen sind eingeladen, sich mit den Künstlern gemeinsam auf eine 90-minütige akustische Reise an einen nahegelegenen Transitort zu begeben, dem Weg am Limes entlang zu lauschen, während gleichzeitig Verkehr und Menschen vorbeiziehen. Wo sind die Grenzen heute? Welche lohnt es sich, zu überschreiten? In Friedberg findet die Präsentation im Wetterau-Museum im Rahmen des Internationalen Museumstages statt. Eine 30-minütige Audioguidetour führt durch die Ausstellung und beschäftigt sich mit der Bewegung am Limes, mit alter und neuer Geschichte.

Die künstlerische Aktion, die sich zwischen Fakten und Fiktion bewegt, ist auch für Kinder ab 10 Jahren und Familien geeignet. Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.

Freitag, 5. Mai 2017, 16.00-17.30 Uhr Schloss Johannisburg/Treffpunkt: Innenhof, Schlossplatz 4, 63739 Aschaffenburg

Samstag, 6. Mai 2017, 12.00-13.30 Uhr, Treffpunkt: Philipp-Reis-Haus, Hugenottenstraße 93, 61381 Friedrichsdorf

Sonntag, 7. Mai 2017, 15.00-16.30 Uhr, Treffpunkt: Museum Schloss Steinheim, Schloßstraße 6, 63456 Hanau

Sonntag, 21. Mai 2017, ab 11.00 Uhr 30-minütige Audioguide-Touren, Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg

Eine weitere Hörspielproduktion der Gruppe Mobile Albania „Unterwegs im Transit“ begleitete die gesamte Veranstaltungsreihe „Transit bewegt Rhein-Main“ 2016. Die 7-minütige Klang-Stimmencollage mit Berichten aus dem Transitraum ist bereits jetzt zu hören unter https://www.mobilealbania.de/transitbushoerspiel.

Nachdenken über Wohnungslose

25.11.2016: "Transit bewegt Rhein-Main" in Hattersheim

Um Wohnungslose Menschen, die unter widrigsten Bedingungen im ständigen Transit leben, und um den gesellschaftlichen Umgang mit ihnen ging es bei einer Lesung und dem anschließenden Gespräch in der Wohnungsloseneinrichtung der Caritas St. Martin in Hattersheim. Jürgen Malyssek und Klaus Störch lasen aus ihrem Buch und brachten Songs zum Thema zu Gehör. Die anhaltende Gentrifizierung in den Städten mache die Menschen ohne Obdach oft zu Vertriebenen. Sie störten das Bild der Spaß- und Shoppingkultur, das sich die Städte unter dem Diktat der Ökonomie geben, so Jürgen Malyssek. Wem aber gehört der öffentliche Raum? Die Gesellschaft müsse lernen, mit Wohnungslosen und Bettlern zu leben. Sie seien mitten unter uns, aber doch oft unsichtbar und an den Rand gedrängt. Es gelte, Vorurteile und Ängste gegenüber Obdachlosen abzubauen. In der Begegnung mit ihnen sieht Klaus Störch, Leiter des Hauses St. Martin, auch eine Chance. Wohnungslose seien uns vielmals näher als mancher meine. Das Nachdenken über sie, "lässt uns immer als Bettler zurück".

Szenische Lesung: Mit Elvis durch den Sprudelhof, 6. Dezember

23.11.2016:

Die Szenische Lesung „Auf den Spuren historischer Gäste: Mit Elvis durch den Sprudelhof“ - die letzte Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Transit bewegt Rhein-Main" - führt am Dienstag, 6. Dezember 2016 um 19.30 Uhr durch die Sprudelhöfe Bad Nauheims: Die einzigartigen Jugendstilanlagen verbinden sich mit Texten von Elvis Presley, der in Bad Nauheim während seiner Militärzeit wohnte. Stadtführerin Christa Zeidenitz führt durch die Sprudelhöfe, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem King in neuen Atmosphären begegnen, vorgetragen von Schauspieler Philipp Reinhardt. Die szenische Lesung durch mehrere Badehäuser hindurch wurde arrangiert von Theaterkünstler Leander Ripchinsky.

Foto: Badehaus 7 im Sprudelhof von Bad Nauheim: © BNST GmbH
Mit freundlicher Genehmigung der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

Kann es zwei Heimaten geben?

07.11.2016: Nachdenkenswertes Podiumsgespräch zu „Menschen im Transit“

Die Reihe „Transit bewegt Rhein-Main" war am 3. November zu Gast in Büdingen, an einem Ort, dessen Geschichte über die Jahrhunderte von Migration geprägt ist. Im historischen Ratssaal, wo sich vor genau 250 Jahren Tausende Russlandauswanderer registrieren ließen, luden KulturRegion, Friedrich-Ebert-Stiftung und die Stadt Büdingen zu einem aktuellen Podiumsgespräch ein.

Hr-Moderator Tim Frühling (2.v.r.) sprach mit der Künstlerin Olcay Acet (r.), mit Buchautor Masoud Sadinam (l.) und mit der Pädagogin Prof. Elisabeth Rohr (2.v.l.) darüber, was es heute bedeutet, seine Heimat zu verlassen. Olcay Acet war als Kind der ersten Gastarbeitergeneration lange Jahre getrennt von ihren Eltern, die in Deutschland arbeiteten. In ihrem „Kunstprojekt Generation 1,5“ hat sie diese schmerzhafte Erfahrung aufgearbeitet. Masoud Sadinam floh mit seiner Familie aus dem Iran in der Hoffnung, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Auf die Bewilligung des Asylantrages musste er neun Jahre warten. Heimat ist für ihn ein subjektives Gefühl, aber ebenso müsse man von anderen als beheimatet angesehen werden. Elisabeth Rohr hat die Situation des Dazwischenseins näher erforscht. Migration heute sei viel transitärer als etwa vor 250 Jahren, oftmals gebe es ein Hin und Zurück. Es entstehe aber immer ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Vielen Menschen gelinge es, an einem neuen Ort dazuzugehören und dennoch verschiedene Erfahrungen zu integrieren. Eindrucksvoll spannten die Schauspieler Sylvia Oster und Gerd Ungermann den Bogen in die Geschichte. Als Russlandauswanderer erzählten sie von der großen Not und Ausweglosigkeit, die Menschen 1766 veranlassten, ihre Heimat zu verlassen – damals ein Abschied für immer.

Neue Publikation erhältlich: Ausstellungskatalog Krieg und Freiheit

08.09.2016: Katalogpräsentation am 9. September, 18 Uhr im Haus der Stadtgeschichte in Heusenstamm

Wie hängen Krieg und Freiheit miteinander zusammen? Im Rahmen der Eröffnung der vorerst letzten Station der Wanderausstellung „Krieg und Freiheit. Franzosenzeit und Befreiungskriege in der Rhein-Main-Region 1792-1815“ am 9. September im Haus der Stadtgeschichte Heusenstamm, präsentiert die KulturRegion den gleichnamigen Katalog zur Ausstellung. Unter der Federführung des Projekts „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“ der entstanden, thematisieren Ausstellung und Katalog die Frage nach dem Sinn des Einsatzes kriegerischer Mittel im Dienste der Freiheit.

Der 108-seitige Katalog mit zahlreichen Abbildungen ist kostenfrei erhältlich bei

  • Geschäftsstelle der KulturRegion, Poststraße 16, Frankfurt (weitere Informationen: 069-25771700)
  • Wetterau-Museum Friedberg
  • Museum der Stadt Miltenberg
  • Haus der Stadtgeschichte Offenbach
  • Stadtmuseum Bad Soden
  • Stadt- und Burgmuseum Eppstein
  • Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises, Bad Homburg
  • Landratsamt Groß-Gerau
  • Darmstadt Shop im Luisencenter
  • Tourist-Information Ingelheim
  • Tourist-Information Hanau (Rathaus)

Transit-Bus unterwegs: 3.09.: Offenbach / 4.09.: Riedstadt

01.09.2016: Innehaltestellen am Mainuferfest und im Hof des Büchner-Hauses

An diesem Wochenende lädt der Transit-Bus der Reihe „Transit bewegt Rhein-Main“ gleich zu zwei akustischen Reisen an zwei verschiedenen Orten ein: Am Samstag, 3.09. kann die Innehaltestelle beim Nachholtermin des Mainuferfestes in Offenbach vor der Hochschule für Gestaltung / Isenburger Schloss ab 16 Uhr besucht werden. Am Sonntag legt der Oldtimer-Bus dann einen Halt zwischen 17 und 18 Uhr im Hof des Büchner-Hauses in Riedstadt-Goddelau ein. Anschließend findet dort der Vortrag "Auf den Spuren von Georg Büchner" von Hartmut Barth-Engelbart statt.

Mehr Informationen zu den Innehaltestellen hier.

Foto: Wolfgang Günzel

Ausstellung „Hidden View“ zeigt Kunst im öffentlichen Raum

17.08.2016:

Ausstellungseröffnung: Freitag, 19. August 2016, 19 Uhr
Performance von Marc Aschenbrenner: Samstag, 20. August, 12 Uhr, auf dem Vorplatz des Deutschen Ledermuseums

Die Ausstellung „Hidden View“ (19.09. - 16.10.2016) ist Teil der Veranstaltungsreihe „Transit bewegt Rhein-Main“. Sie zeigt zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren ortsspezifischen Arbeiten den Blick auf verborgene und unscheinbare Seiten des öffentlichen Stadtraums von Offenbach am Main lenken.