Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Steh‘ dazu, was du denkst, was du sagst und was du liebst, ...

... rappten Teilnehmer eines Schülerworkshops. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind und wichtige Wurzeln in der Rhein-Main-Region haben, vermittelt das Projekt Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes. Zahlreiche Orte, Personen und Ereignisse sind Teil der Freiheitsgeschichte der Region: Von der Mainzer Republik, über die Vormärzrevolutionäre, das Paulskirchenparlament bis zu Bürgerbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert. Die Geschichte hört nie auf und verbindet sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Gelungener Auftakt von "Frankfurt liest ein Buch" mit der KulturRegion

16.04.2018:

Literarische Schiffstour "Das siebte Kreuz - Vom Main aus gelesen" begeistert das Publikum

Literatur und Geschichte verdichteten sich während der zweieinhalbstündigen Schiffstour in einer Zeitblase. Nur der Main zu beiden Seiten der Nautilus war im beständigen Fließen. Im Inneren des Schiffes der Primus-Linie hielt am gestrigen Nachmittag beim Pre-Opening von "Frankfurt liest ein Buch" ein gebanntes Publikum den Atem an, lauschte den politischen Liedern von Hans-Willi Ohl (Vorsitzender Anna Seghers Gesellschaft) und hing an den Lippen von Maike Wetzel (Robert-Gerhhardt-Preisträgerin) und Dr. Michael Reckhard (Geschäftsleitung WIBank). Die Beiden lasen, moderiert von Magdalena Zeller (Projektleiterin KulturRegion), packende Passagen aus Anna Seghers Roman „Das siebte Kreuz“ über die spektakuläre Flucht des KZ-Häftlings Georg Heislers vor.

Rund 320 Hände applaudierten zum Schluss begeistert: Es war ein rundum gebührender Auftakt zum Lesefest „Frankfurt liest ein Buch“, das heute Abend in der Deutschen Nationalbibliothek offiziell eröffnet wird.

Weitere Infos und Programm: www.frankfurt-liest-ein-buch.de
#frankfurtliestwieder

Fotos: KulturRegion FrankfurtRheinMain

Presseinformation: KulturRegion beteiligt sich mit literarischen Schiffstour bei Frankfurt liest ein Buch

04.04.2018:

Schiffstour als Pre-Opening von „Frankfurt liest ein Buch“ am 15. April 2018, 15.30‒18 Uhr

Tickets sind bereits ausverkauft!

Das Projekt „Geist der Freiheit“ der KulturRegion FrankfurtRheinMain lädt am 15. April, einen Tag vor dem eigentlichen Beginn des Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“, zur literarischen Schiffstour „Das siebte Kreuz – vom Main aus gelesen“ ein. Im Mittelpunkt steht Anna Seghers weltberühmter Roman „Das siebte Kreuz“ und mit ihm die Landschaft zwischen Rhein und Main, der im Roman eine besondere Bedeutung zukommt. Mit der Primus-Linie geht die Schiffsrundfahrt vom Eisernen Steg in Richtung Höchst, und zurück. An Bord lesen Maike Wetzel, Robert-Gernhardt-Preisträgerin, und Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank. Erläuterungen zum zeithistorischen Hintergrund und historische wie aktuelle politische Lieder, vorgetragen vom Vorsitzenden der Anna-Seghers-Gesellschaft, Hans Willi Ohl, ergänzen die Lesung. Moderiert wird die Tour von Magdalena Zeller, Projektleiterin „Geist der Freiheit“ der KulturRegion.

Motiv: Illustration von William Sharp (Detail); Copyright Aufbau Verlag

Newsletter Geist der Freiheit

27.03.2018:

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Marktrufer am Brüder-Grimm Nationaldenkmal in Hanau

12.03.2018:

Der erste Termin der Marktrufer in Hanau und zugleich der Start in die "Internationale Woche gegen Rassismus in Hanau" war ein voller Erfolg: Schauspieler der Büchner-Bühne rezitieren letzten Samstag aus berühmten Reden und anderen Texten zur Meinungsfreiheit am Brüder-Grimm Nationaldenkmal auf dem Hanauer Marktplatz. Vor genau 170 Jahren erzwang eine abgeordnete Volkskommission mit dem sogenannten Hanauer Ultimatum vom hessischen Kurfürsten Presse- und Religionsfreiheit.

Hier einige Impressionen der Veranstaltung

Weitere Termine der Marktrufer

Foto: Niko Deeg

Plakate für die Meinungsfreiheit

02.03.2018: Noch wenige Plätze für Schulklassen und Gruppen frei

Im Rahmen von "Geist der Freiheit" ist das Jugendprojekt "Plakate für die Meinungsfreiheit" gestartet. Bereits etliche Schulklassen haben bei Workshops im Museum für Kommunikation eigene Plakate entworfen und umgesetzt. Zentrale Fragen, mit denen sich die TeilnehmerInnen beschäftigen: Warum ist es wichtig, meine Meinungs zu äußern, und für was setzte ich mich ein? Eine Fachjury wählt die besten Entwürfe aus, alle Plakate werden im Mai/Juni in der Region großflächig präsentiert. Noch sind wenige Plätze für Schulklassen und Jugendgruppen (ab 14 Jahren) frei, Anmeldungen unter gdf@krfrm.de.

Foto: Stefanie Kösling

Newsletter Geist der Freiheit

01.03.2018:

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Full house in Eltville

24.01.2018: Veranstaltungen im Programm von "Geist der Freiheit" gestartet

Das Halbjahres-Programm von "Geist der Freiheit" hat mit mehreren Veranstaltungen im Januar begonnen. Voll besetzt, darunter zahlreiche Jugendliche aus den evangelischen Gemeinden Eltvilles, war die Eltviller Mediathek, in der Alois Prinz seine Biografie über Dietrich Bonhoeffer "Wege zur Freiheit" vorstellte. Weiteres steht in diesem Monat noch an: Am 28. Januar, 16 Uhr, widmet sich Prof. Dr. Holger Gräf im Schloss Philippsruhe Hanau "dem Zeitgeist" im 17. und 18. Jahrhundert. Am 30. Januar, 20 Uhr, spürt Hermann Groß in der Stadtbibliothek Königstein im Taunus dem Aspekt der Meinungsfreiheit in Leben und Werk Friedrich Stoltzes nach.

Foto: Barbara Lilje

Newsletter Geist der Freiheit Januar/Februar 2018

24.01.2018:

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Newsletter Geist der Freiheit Dezember 2017

30.11.2017:

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„Wir brauchen einen neuen Diskurs!“

15.11.2017: Rückblick auf Podiumsgespräch Grenzen der Meinungsfreiheit, 14. November, Evangelische Akademie Frankfurt

Haben wir das Debattieren verlernt? Das war eine der zentralen Fragen über die sich Prof. Dr. Ulrike Ackermann (Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung), Alexander Skipis (Hauptgeschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels), und Achim Frenz (Leiter Caricatura Museum Frankfurt) beim gestrigen gut besuchten Podiumsgespräch „Grenzen der Meinungsfreiheit“ in der evangelischen Akademie Frankfurt vor über 70 Zuhörern ausgetauscht haben. Allein Künstler, hier Karikaturisten, scheinen den offenen Meinungsaustausch noch zu pflegen und die Grenzen auszuloten. Bedenklich stimme die zunehmende Skepsis der Bevölkerung gegenüber den „Leitmedien“ – Auseinanderdriften von öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung – sowie sogenannte "Echoblasen" in den sozialen Medien, die eigene Positionen verstärken. Beides Entwicklungen, die den Nährboden für rechts- wie linkspopulistische Ideologien bereitstellen. Auch waren sich die Podiumsteilnehmer einig, dass ein Toleranzverlust gegenüber den Freiheiten von Kunst und Wissenschaft und eine zunehmende Selbstzensur und Zurückhaltung beim Kundtun der eigenen Meinung zu beobachten sei.

Ein Fazit des von Isabel Reifenrath (Politikredakteurin, hr-info) moderierten Gesprächs war: Debatten dürfen nicht klein gehalten werden. Alle Meinungen müssen gehört werden, und es muss vor allem wieder gelernt werden, Position zu beziehen.

Das aktuelle Thema "Meinungsfreiheit gestern und heute" wird uns im Rahmen des Projekts "Geist der Freiheit" auch 2018 weiter beschäftigen. Weitere Veranstaltungen siehe Programmheft.

Auf dem Podium v.l.n.r.: Prof. Dr. Ulrike Ackermann, Achim Frenz, Isabel Reifenrath und Alexander Skipis; Foto: KulturRegion