Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Steh‘ dazu, was du denkst, was du sagst und was du liebst, ...

... rappten Teilnehmer eines Schülerworkshops. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind und wichtige Wurzeln in der Rhein-Main-Region haben, vermittelt das Projekt Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes. Zahlreiche Orte, Personen und Ereignisse sind Teil der Freiheitsgeschichte der Region: Von der Mainzer Republik, über die Vormärzrevolutionäre, das Paulskirchenparlament bis zu Bürgerbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert. Die Geschichte hört nie auf und verbindet sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Befreit uns Mode von Geschlechterstereotypen?

06.11.2020: Online-Gespräch zu "fashion und gender"

Etliche Teilnehmer*innen verfolgten am Donnerstagabend gespannt eine Online-Diskussion von Historischem Museum Frankfurt und "Geist der Freiheit", die das aktuelle Zusammenspiel zwischen Mode und Gender in den Blick nahm. Die Expert*innen Prof. Susanne Stark (Hochschule Bochum/Marketing), Laura Sodano (PR-Beraterin/Vogue) und Prof. Markus Schroer (Uni Marburg/Soziologie) machten in der Runde mit Moderatorin Magdalena Zeller dabei unterschiedliche Perspektiven deutlich. Susanne Stark erläuterte die Ansätze von Gender- und Ungendered-Marketing. Gerade die jungen Generationen lehnten ein Schubladendenken eher ab, zusätzlich rückten ethische Aspekte beim Kleiderkonsum in den Vordergrund. Laura Sodano analysierte genderneutrale Kollektionen aus den Bereichen Streetwear und Haute Couture und beobachtete, dass bei genderneutraler Kleidung immer noch die Verhüllung der Körper zentral sei. Markus Schroer stellte fest, dass man von eindeutigen Trends für Alle momentan nicht sprechen könne. Die Runde einigte sich darauf, dass Unisex-Angebote eine größere Offenheit, Diversität und Ausdrucksfreiheit mit sich bringen, dass aber auch andere parallele Entwicklungen in der Mode gesehen werden müssen, wie die Bestätigung von Geschlechterstereotypen in der Kindermode und der Trend zu Nachhaltigkeit.