Pressemeldungen

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Von Formen, Farben und Produktionsprozessen: Tage der Industriekultur geben Einblicke in alte und neue Welten

26.07.2015:

Frankfurt, 26.07.15: Rund 22.000 Menschen nahmen an den diesjährigen Tagen der Industriekultur Rhein-Main vom 17.-26.7.2015 teil. Das sind knapp so viele wie im Vorjahr. Angesichts der Hitzewelle und der vielen parallelen Open-Air-Veranstaltungen in der Region zeigt sich die KulturRegion zufrieden mit diesem Ergebnis. 185 Programmpunkte mit mehr als 400 Veranstaltungen in 34 Städten der Region wurden angeboten, von Schiffstouren über Werksführungen, Radtouren bis zu Ausstellungen und Klanginszenierungen.

Das Fokusthema „Gestaltung“ zog vor allem Fachleute an.

So nutzten Architekten und Stadtplaner Touren zur Umgestaltung von Industrie-Ensembles und Stadtteilen in der Region, von Geisenheim am Rhein bis Miltenberg am Main, von Darmstadt im Süden bis Wächtersbach Keramik im Main-Kinzig-Kreis. Besucher konnten vor Ort erleben, was die Zeichenakademie in Hanau von der Hochschule für Gestaltung in Offenbach unterscheidet und in Frankfurt auf Design-Parcours gehen. Eine Tour zu Friedrich Ernst von Garniers Farbgestaltung im Industriepark Höchst mit Besuch des legendären Verwaltungsgebäudes von Peter Behrens samt Klangkunst war ein besonderer Höhepunkt. Auf lebhaftes Fachinteresse stieß auch die Vorstellung des „Wiege zu Wiege“- Produktionsprinzips, das nicht mehr benötigten Stoffe entweder der Biosphäre zuführt oder der „technischen Nährstoffkette“ zuführt. „Die Tage der Industriekultur haben sich zu einer Plattform für einen branchenübergreifenden Austausch zu spannenden Themen rund um die Themen Produktion und Arbeit entwickelt“ berichtet Sabine von Bebenburg, Geschäftsführerin der KulturRegion, der Dachorganisation der Route der Industriekultur Rhein-Main.

Großen Anklang fanden die sieben Klangkunst-Inszenierungen z. B im Wasserturm in Rodgau-Jügesheim oder in der Phrix Fabrik in Hattersheim- Okriftel. Die Veranstaltungsreihe „Klangkunst trifft Industriekultur“ ist eine Kooperation von KulturRegion und Kulturfonds und wird von Dr. Julia Cloot kuratiert. Auch die Angebote zu bildender Kunst mit Atelier-Rundgängen und Fotoausstellungen, Open-Air Kino und Theater wurden rege genutzt.

In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst konnten 1.500 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren an Schiffstouren, Museumsbesuchen und Designworkshops in Frankfurt, Hanau und Rüsselsheim teilnehmen.

Besucher berichten immer wieder von Aha-Erlebnissen beim Blick hinter die Kulissen – „Das war mit völlig unbekannt, obwohl ich den Ort schon viele Jahre kenne“ oder „Aus dieser Perspektive habe ich das noch nie gesehen“. Projektmanager Salvatore Granatella von der KulturRegion berichtet über zahlreiche positive Reaktionen: „Nach dem Besuch verstehe ich erst, was dahinter steckt“ sagte beispielsweise eine Teilnehmerin der Werksbesichtigung des Max-Planck-Instituts in Bad Nauheim über aktuelle Entwicklungen in der Herz- und Lungenforschung.

Peter Schirmbeck, „Vater“ der Route der Industriekultur Rhein-Main, schildert noch eine andere Reaktion: „Auf der Schiff-Fahrt nach Wiesbaden berichtete ich beim Opelwerk auch über den Wandel der dortigen Arbeitsbedingungen im 19. und 20. Jahrhundert. Am Ende der Fahrt kam eine Dame zu mir und sagte: "Ganz besonders möchte ich Ihnen dafür danken, dass sie den Arbeitern ihre Seele zurückgegeben haben“.

Ansprechpartner für die Medien:

Sabine von Bebenburg
Projektleiterin Route der Industriekultur und Geschäftsführerin FrankfurtRheinMain gGmbH
Poststraße 16, 60329 Frankfurt am Main
Tel: + 49 (0) 69 2577-1720
Mail: RdIK@krfrm.de | Web: www.krfrm.de