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© Alexander Paul Englert
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Frankfurt am Main, 1. Dezember 2023
www.krfrm.de
Sehr geehrte Interessent*innen,
liebe Freund*innen des freien Geistes,


es bahnt sich eine nachdenkliche Adventszeit an: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ lautet Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die in diesen Tagen ihr 75-jähriges Jubiläum feiert. Angesichts Krisen, Kriegen, humanitären Katastrophen – was sind die Menschenrechte heute wert? Historisch gesehen mussten Menschen für ihre Rechte immer gegen Widerstände kämpfen, so auch vor 175 Jahren als die Frankfurter Nationalversammlung im Dezember 1848 einen Grundrechtskatalog verabschiedete. Er sollte später den Grundstein für die Weimarer Verfassung und das Grundgesetz legen. Fragen nach Bürgerrechten, Emanzipation und demokratischen Werten stehen auch im Zentrum der Veranstaltungstipps im Dezember.

Eine gute Zeit wünscht das Team von „Geist der Freiheit“
Bild aus der Ausstellung; © Rafael Herlich
Frankfurt am Main: Noch bis 23. Dezember 2023
Jüdische Identitäten in Deutschland
Fotografie-Ausstellung

Bar Mitzwa-Feiern, Hochzeiten, jüdische Feste oder den familiären Alltag: Seit den 1970er Jahren porträtiert Rafael Herlich das jüdische Leben in Deutschland. Die einfühlsamen Bilder sind ein Streifzug durch über 40 Jahre deutsch-jüdische Geschichte. Sie erzählen von der Verbundenheit zwischen Überlebenden des Holocaust, ihren Kindern und Enkelkindern. Die Fotos sensibilisieren für die jüdische Lebenswelt. „Denn diese Lebensrealität ist schon immer ein Teil von Frankfurt und unserer Gesellschaft. Sie darf nicht ausgegrenzt werden.“ (Nargess Eskandari-Grünberg).
 
Ort: stadtRAUMfrankfurt, Mainzer Landstraße 293
Öffnungszeiten: Mo-Sa, 8-20 Uhr
Kostenfrei
Veranstalter: Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt am Main
Auguste Mönch, Rosa Metzger, Helene Neuhof und Antonie Maurer um 1930; © Stadtarchiv Friedberg
Friedberg: 1. bis 31. Dezember 2023
Friedberger Frauen − sehenswert!
Ausstellung

Kurzbiografien von Friedberger Frauen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die eine ehrenamtliche Aktionsgruppe aus den Reihen des Frauenzentrums erarbeitet hat. Sie würdigt das Leben und Wirken von neun Frauen aus oder in Friedberg. Die Porträts werden durch Kurzbiografien ergänzt, die mit dem Handy eingescannt und gelesen werden können.

Ort: Wetterauer Kreisverwaltung, Europaplatz, Friedberg
Kostenfrei
Veranstalter: www.frauenzentrum-wetterau.de, Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises
„Sturmpetition der Frankfurter Damen an den Fürsten Schnatteratowsky“, Karikatur 1848; © UB FFM
Frankfurt am Main: Montag, 4. Dezember, 18.30 Uhr
„Ein Wunder des Rechts und der Freiheit". Gabriel Riesser und der demokratische Aufbruch von 1848
Vortrag von Prof. Dr. Till van Rahden

Anlässlich des 175. Jubiläums der Nationalversammlung in der Paulskirche und der Schenkung der Sammlung Riesser spricht Prof. Dr. Till van Rahden (Université de Montréal) über den demokratischen Aufbruch von 1848 und den Abgeordneten Gabriel Riesser. Dieser trat als liberaler Politiker und deutscher Jude für die Idee einer Gesellschaft der Freien und Gleichen ein.

Ort: Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, Freimannplatz 1 (vormals Bockenheimer Landstr. 134-138), Schopenhauer-Studio
Kostenfrei
Veranstalter: www.ub.uni-frankfurt.de
 
Außerdem bis 20. Dezember:

Revolution1848@mastodon

Die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg erhielt die Flugschriftensammlung Riesser als Schenkung. Sie beinhaltet über 100 Karikaturen, die sich mit der Revolution 1848/49 und der Frankfurter Nationalversammlung befassen. Auszubildende der Unibibliothek bespielen den Mastodon-Account „ub_ffm" mit einer Serie von "Tröts" und bieten Einblick in diese spannende Sammlung.
 © Veranstalter
Frankfurt am Main und online: Montag, 4. Dezember, 19.30 Uhr
StreitClub #10: Soziale Ungerechtigkeit − Sprengstoff für die Demokratie?
Mit Nicole Deitelhoff und Michel Friedman

Die Inflation beschleunigt die soziale Ungerechtigkeit. Sie könnte zu einem Sprengsatz werden, der die Demokratie gefährdet. Strukturelle Ungerechtigkeiten, wie die Bildungsgerechtigkeit, vertiefen sich immer mehr. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer noch weit auseinander trotz der sozialen Transfers der öffentlichen Hand. Mindestlohn und Rente sind nur zwei Beispiele, die aufzeigen, dass Menschen, auch wenn sie 40 Stunden die Woche arbeiten, nicht über die Runden kommen. Gäste: Die Wirtschaftsweise Prof. Veronika Grimm, Prof. Sighard Neckel, Schüler:innen der Hohen Landesschule Hanau

Ort: The English Theatre Frankfurt und im Livestream
Kosten: 12 €, Tickets online
Veranstalter: Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt
Eingang ehemaliges KZ Osthofen; © Wikimedia/Mahabalaindia
Wiesbaden: Dienstag, 5. Dezember, 18 Uhr
Das Konzentrationslager Osthofen 1933-1934
Vortrag von Fabian Meyer (Gedenkstätte KZ Osthofen)

Die Nationalsozialisten begannen unmittelbar nach der Machtübernahme mit der Verfolgung ihrer politischen Gegnerinnen und Gegner. Bereits Anfang März 1933 wurde in einer leerstehenden Papierfabrik in Osthofen bei Worms eines der ersten „Schutzhaftlager“ im Deutschen Reich eingerichtet, das bald darauf zum staatlichen Konzentrationslager für den Volksstaat Hessen wurde. Bis zur Schließung im Juli 1934 wurden hier ca. 3.000 Männer ohne richterliche Anordnung inhaftiert. Neben der Geschichte des KZ geht der Vortrag auch auf Biographien von Häftlingen aus Wiesbaden ein. Begleitvortrag zur Ausstellung „Auftakt des Terrors“

Ort: Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42
Kostenfrei, Anmeldung erbeten veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de
Veranstalter: Stadtarchiv Wiesbaden
Nationalversammlung in der Paulskirche; © Wikimedia
Frankfurt am Main: Montag, 11. Dezember, 18 Uhr
Werkstatt der Demokratie. Die Frankfurter Nationalversammlung 1848/49
Prof. Dr. Frank Engehausen (Heidelberg) im Gespräch mit Uwe Paulsen (Frankfurt)

Für den Verlauf der Revolution von 1848/49 hatte die in der Paulskirche tagende Nationalversammlung eine herausragende Bedeutung. Doch wie funktionierte das erste deutsche Nationalparlament? Wer waren die Abgeordneten? Wie verlief deren Arbeit? Frank Engehausen wirft einen neuen Blick auf die „Werkstatt der Demokratie“ und beschreibt, welche Folgen ihre Entscheidungen für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte hatten. Moderation: Matthias Trautsch (FAZ).
 
Ort: Institut für Stadtgeschichte, Karmeliterkloster, Münzgasse 9
Kosten: 6 €, ermäßigt 3 €
Veranstalter: www.stadtgeschichte-ffm.de
Eleanor Roosevelt mit einem Ausdruck der Menschenrechtserklärung, 1949; © Wikimedia
Darmstadt: Montag, 11. Dezember, 19 Uhr
Die konkrete Utopie der Menschenrechte
Ein Abend zu „75 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“

Die Akzeptanz der Menschenrechte ist in vielen Ländern der Erde nicht gegeben oder sie können nicht durchgesetzt werden, obwohl sie völkerrechtlich bindend sind. Zum Jubiläum sprechen Wolfgang Kaleck, Buchautor und Rechtsanwalt von Edward Snowden, und Wolfgang Grenz von Amnesty International Deutschland. Der Abend wird begleitet vom SigridBorchertTrio mit Liedern zu Gedichten von Mascha Kaléko.
 
Ort: Stadtkirche Darmstadt, An der Stadtkirche 1
Kosten: Spende erbeten
Veranstalter: Ev. Dekanat Darmstadt und Amnesty Darmstadt
Ehemalige Synagoge am Michelsberg; © Stadtarchiv Wiesbaden
Wiesbaden: Dienstag, 12. Dezember, 19 Uhr
Von Schutzjuden zu Gemeindebürgern. 175. Jahrestag der Erlangung der Bürgerrechte
Vortrag von Julia Mutzenbach (Düsseldorf)

Mit der Aufklärung verbreitete sich in ganz Europa die Forderung nach Freiheit und Schutz durch Menschen- und Bürgerrechte. Teil dieser Bewegung war auch die jüdische Minderheit, die um eine gleichberechtigte Stellung in der Gesellschaft rang. Im Herzogtum Nassau stellte ihnen das Gemeindebürgergesetz vom 12. Dezember 1848 gleiche Rechte und Pflichten als Gemeindebürger in Aussicht. Der Vortrag thematisiert dessen Auswirkungen auf die nassauische Judenschaft. Wie vollzog sich die Eingliederung in die Mehrheitsgesellschaft aus jüdischer Perspektive? Wie veränderte die Emanzipation das jüdische Leben in der Stadt Wiesbaden, wie das Landleben der jüdischen Gemeinden im Umland?
 
Ort: Rathaus Wiesbaden, Großer Festsaal
Kostenfrei
Veranstalter: Jüdische Gemeinde Wiesbaden in Kooperation mit dem Stadtarchiv Wiesbaden
© Textland
Hofheim am Taunus: Samstag, 16. Dezember, 19 Uhr
Thomas Brasch – Wo ich nie gewesen bin
Thomas Brasch-Abend mit Isaak Dentler & Band

Der Schauspieler und Theaterregisseur Isaak Dentler liest Texte von Thomas Brasch. Die Lesung wird von dem Kontrabassisten Tim Roth und dem Schlagzeuger Max Mahlert musikalisch begleitet. Der 2021 verstorbene Dichter und Dramatiker Thomas Brasch konnte und wollte er sich mit der DDR-Diktatur nie arrangieren. Rebellisch, witzig und sprachbewusst provozierte er nicht nur den Staat, der mit Inszenierungs- und Publikationsverboten und Inhaftierung reagierte. Durch seine regimekritische Haltung geriet Brasch auch in Konflikt mit seinem Vater, dem stellvertretenden Kulturminister der DDR. 1977 reiste er mit seiner Familie schließlich nach West-Berlin aus. Seine Zerrissenheit, sein Kampf gegen Demütigungen und den Verrat durch den eigenen Vater wird der zeitlebens nicht los.
 
Ort: Stadthalle Hofheim am Taunus, Chinonplatz 4
Kosten: 12 €, ermäßigt 8 €, Tickets online
Veranstalter: Stadtbücherei Hofheim
Neu-Isenburg: Sonntag, 17. Dezember, 16 Uhr
Demokratie und Menschenrechte 1848 und heute
Vortrag von Thomas Carl Schwoerer

Kriege in der Ukraine und Nahost, Erstarken des Rechtspopulismus in Europa, ist eine Zeit angebrochen, in der Menschenrechte und die hart errungenen demokratischen Werte verlorengehen? Der langjährige Verleger des Campus Verlags und Friedensaktivist Thomas Carl Schwoerer blickt zurück auf die Ereignisse, die vor 175 Jahren zum ersten gesamtdeutschen Parlament und zur Verfassung von 1849 geführt haben. Er schildert 1848 als die einzig wahrhaft europäische Revolution der Geschichte und beschreibt ihre längerfristigen Folgen und Parallelen zur Gegenwart. Gefühle der Unruhe und des bedrohlichen Wandels, Emotionen und Stimmungen spielten damals wie heute eine zentrale Rolle.
 
Ort: Stadtmuseum Haus zum Löwen, Löwengasse 24
Kosten: Zahle, was du willst
Veranstalter: www.haus-zum-loewen.de
Aktuelles aus der KulturRegion
Online-Veranstaltungs-programm zu „175 Jahre Revolution 1848/49“

In der Revolution 1848/49 war die Rhein-Main-Region Schauplatz vielfältiger politischer Aktivitäten. Ereignisse, Orte und treibende Kräfte nahmen Einfluss auf den Verlauf des revolutionären Geschehens. „Geist der Freiheit“ bündelt die Angebote zahlreicher Veranstalter*innen in der Region zum Revolutionsjubiläum und zu Fragen der Demokratie heute in einer Online-Übersicht.
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Magdalena Zeller, Projektleiterin
Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“, Poststraße 16, 60329 Frankfurt am Main, Tel.: 069 2577-1777, E-Mail: gdf@krfrm.de
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