Raunheim – Die lebendige Stadtgeschichte ist geprägt von der Industrialisierung

21.12.2020:

Aktion „53 Wochen – 53 Mitglieder“ der KulturRegion

Im Rahmen ihrer Aktion „53 Wochen – 53 Mitglieder“ stellt die KulturRegion in jeder Kalenderwoche im Jahr 2020 eines ihrer Mitglieder (45 Städte, 7 Landkreise und der Regionalverband) vor. Die Stadt Raunheim ist seit 2014 Mitglied der KulturRegion.

52/53: Raunheim – Die lebendige Stadtgeschichte ist geprägt von der Industrialisierung

Raunheim liegt am Südufer des Mains und in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Flughafens. Das Heimatmuseum zeigt Exponate, die von Ausgrabungsfunden aus der Frühgeschichte bis in die Neuzeit reichen und ein lebendiges Bild der Stadtgeschichte und gesellschaftlichen Entwicklung bis heute zeichnen. Der Ausbau des Bahnnetzes sowie die Industrialisierung gaben Anstoß zur Ansiedlung von Fabriken vor allem der chemischen Industrie und der Lederwarenproduktion. Historische Bauwerke dieser Zeiten prägen bis heute das Erscheinungsbild Raunheims. Der untere Teil einer 1882–1886 erbauten Staustufe wird heute als Yachthafen genutzt, an dessen Gelände der Mainuferweg vorbeiführt. Zwei bestehende, historische Gebäude der Lederwarenfabrik Resart-Ihm wurden als Teil des Gewerbegebiets Airport-Garden erhalten. Von 1964 bis 1984 wurde in Raunheim sogar Öl gefördert. Die Raffinerie Caltex verdrängte dafür das Klostergut Mönchhof, dessen einziger baulicher Überrest die Mönchhofkapelle von 1687 ist. Heute ist Mönchhof Stadtteil bzw. Logistik- und Bürostadt von Raunheim und Kelsterbach.

Fotos: Wikimedia Commons/James Michael DuPont, Frank Behnsen, Bjoertvedt