Programmheft Meinungsfreiheit gestern und heute erschienen

31.07.2018:

Fokus auf Frauenrechten und Meilensteinen der Demokratiegeschichte

Meinungsfreiheit gehört zu den grundlegenden Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft. Der Kampf um das Recht auf freie Meinungsäußerung hat wichtige historische Wurzeln in der Rhein-Main-Region. Das Projekt „Geist der Freiheit“, das sich seit vielen Jahren der Geschichte von Demokratie und Freiheit in der Region widmet, stellt historische und aktuelle Aspekte der Meinungsfreiheit in den Mittelpunkt. Das gerade erschienene Programmheft „Meinungsfreiheit gestern und heute“ bündelt zum dritten Mal in Folge rund 70 Veranstaltungen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Diese widmen sich von August bis Dezember 2018 unterschiedlichen Aspekten der Meinungsfreiheit ‒ von der Erfindung des Buchdrucks bis heute.

Ein Schwerpunkt liegt auf den Frauenrechten: Im November vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht im Reichswahlgesetz verankert. Zahlreiche Veranstalter in der KulturRegion, darunter Kommunen, Kreise, Museen, Archive, Volkshochschulen, Geschichts- und Kulturvereine, erinnern an weitere Meilensteine der Demokratiegeschichte: an die Mainzer Republik vor 225 Jahren, an die Revolutionen 1848 und 1918. Thema ist außerdem das Jahr 1968, das für einen gesellschaftlichen Aufbruch steht und zur Demokratisierung aller Lebensbereiche führte. Beim Thema „Meinungsfreiheit“ geht der Blick nicht nur in die Gegenwart und beleuchtet etwa die Debattenkultur in Zeiten von Social Media, sondern auch über den Tellerrand hinaus, nach Russland, Nordsyrien, Tibet und Südafrika, in die Türkei und in den Nahen Osten nach der Arabellion vor acht Jahren.

Das Veranstaltungsprogramm steht ab dem 31. Juli 2018 online unter www.krfrm.de bereit. Das Printprogramm liegt ab dem 31. Juli kostenfrei in Rathäusern, Bürgerbüros und Tourist-Infos der Region aus. Es wird im Rahmen der Theateraktion „Marktrufer“ auf den Wochenmärkten verteilt und ist auch in der Geschäftsstelle der KulturRegion am Frankfurter Hauptbahnhof, Poststraße 16, erhältlich.

Ausgewählte Veranstaltungen

17. - 19. September 2018
Lese-, Gesprächsreihe:
Arabischer Herbst? Berichte aus Nahost“ mit Karim El-Gawhary
in Hanau, Darmstadt, Seligenstadt und Büdingen

Ob Gewalt, Krieg, gesellschaftliche Umbrüche in den Ländern des Nahen Ostens — der Autor und Journalist Karim El-Gawhary gibt in seinen Reportagen und Büchern den Ereignissen und Bildern, die wir „aus den Medien“ kennen, ein Gesicht. Er erzählt von persönlichen Schicksalen, anhand derer die Tragik und die Reichweite der Situation in Nahost deutlich werden, aber auch Mut und Optimismus für gesellschaftliche Veränderungen aufscheinen. Und er berichtet wie es um die Arbeitsbedingungen für Autoren und Journalisten vor Ort bestellt ist und welche Chancen für eine Demokratisierung und für mehr Meinungsfreiheit im Nahen Osten bestehen.

Karim El-Gawhary lebt seit mehreren Jahrzehnten als Korrespondent und Autor im Nahen Osten und ist für den ORF in Kairo tätig. Seine bisher erschienenen Bücher waren alle Beststeller: Auf der Flucht (2015), Frauenpower auf Arabisch (2013), Tagebuch der arabischen Revolution (2011), Alltag auf Arabisch (2008).

Lesungen:
Montag, 17.9.2018, 19 Uhr

Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18a, 63450 Hanau
Eintritt frei

Dienstag, 18.9.2018, 19 Uhr
Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Eintritt: 5 €

Dienstag, 18.9.2018
Lichtenbergschule Darmstadt
(schulinterne Veranstaltung)

Mittwoch, 19.9.2018, 19.30 Uhr
Kloster Seligenstadt, Klosterhof 2, 63500 Seligenstadt
Eintritt: 5 €

Mittwoch, 19.9.2018
Wolfgang-Ernst-Gymnasium Büdingen
(schulinterne Veranstaltung)

Informationen: www.krfrm.de
Veranstalter: KulturRegion, Stadt Hanau, Literaturhaus und Lichtenbergschule Darmstadt, VHS Kreis Offenbach, Stadt Büdingen, unterstützt durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt

Samstag, 22.9.2018, 13.30 - 17.15 Uhr
Exkursion: „Zum 225. Jahrestag der Mainzer Republik“
nach Königstein im Taunus und Mainz
(optional ab Königstein: 12.30 Uhr)

Die Tour verbindet historische Schauplätze in Mainz und Königstein. Bei einem Rundgang in Mainz geht es um die Ereignisse 1792/93 und um Protagonisten wie den Mainzer Jakobinerklub, der im Kurfürstlichen Schloss tagte. Bei einer moderierten Busfahrt schließen sich Fragen zur Rezeptionsgeschichte und zu Erkenntnissen, die wir aus dem demokratischen Experiment für die Gegenwart ziehen können, an. Nach einer Kaffeepause führt der abschließende Teil in Königstein auf die Festung, in der zwischen 1793 und 1795 Sympathisanten der französischen Revolution, darunter etliche Klubisten, inhaftiert waren.

Mit: Maximilian Felder, Beate Großmann-Hofmann, Magdalena Zeller
Start/Treffpunkt: Königstein oder Mainz
12.30 Uhr Busbahnhof Königstein, Georg-Pingler-Straße oder 13.30 Uhr direkt am Kurfürstlichen Schloss (Innenhof), Mainz
Teilnahme: 15 €, mit Hinfahrt Königstein-Mainz (optional): 20 €
Anmeldung erforderlich bis 10.9. unter gdf@krfrm.de
Informationen: www.krfrm.de
Veranstalter: KulturRegion FrankfurtRheinMain, Stadt Königstein, in Kooperation mit Geographie für Alle e. V.

Pressekontakt
KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH
Poststraße 16, 60329 Frankfurt am Main, www.krfrm.de

Julia Wittwer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069-2577-1780, presse@krfrm.de

Magdalena Zeller, Projektleiterin „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“
Tel. 069-2577-1777, Magdalena.Zeller@krfrm.de