Fokusthema Baukultur

„Baukultur“ ist das Schwerpunktthema der Tage der Industriekultur Rhein-Main 2019...

„Baukultur“ ist das Schwerpunktthema der Tage der Industriekultur Rhein-Main 2019. In den Fokus rückt der ständige Wandel der von Menschen gebauten und genutzten Umwelt. So umfasst Baukultur - Bezug nehmend auf das Industriezeitalter und die Gegenwart - die architektonische Gestaltung von Gebäuden und Ensembles, den Städtebau, die Ortsplanung, die Gestaltung und Qualität der gebauten Umwelt sowie die Kunst am Bau und im öffentlichen Raum.

Als kulturelles Erbe geben historische Bauten Auskunft über Baustile und Lebensweisen vorhergehender Generationen. So geht es sowohl um den Erhalt und die nachhaltige Umnutzung von Zeugnissen der Industriekultur als auch um den alltagspraktischen Umgang mit unserer gebauten Umwelt sowie die Frage nach ihrem Entstehungsprozess mitsamt den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen.

Baukultur ist wesentlich, um eine Umwelt zu schaffen, die als lebenswert empfunden wird. Sie ist zugleich ein gesellschaftlicher Prozess, der über die architektonische Gestaltung von Gebäuden und Stadträumen hinausgeht und fragt, wie ökonomische und ökologische sowie gemeinwohlorientierte Aspekte miteinander in Einklang gebracht werden können, in FrankfurtRheinMain und anderswo.

Heizkraftwerk West, Frankfurt am Main; Foto Matthias Matzak

Titelmotiv: Heizkraftwerk West, Frankfurt am Main
Das erste Frankfurter Elektrizitätswerk entstand 1894 nach einem Entwurf von Franz von Hoven. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage mehrfach erweitert und produziert seit 1927 in Kraft-Wärme-Kopplung besonders effizient Strom und Fernwärme für das Stadtgebiet. Nach Plänen des Architekturbüros Jourdan & Müller wurden ab 1985 an diesem Standort zwei neue Kohleblöcke errichtet und 1994 eine Gasturbine hinzugefügt. Das Bild zeigt die inzwischen stillgelegte, ältere Schaltzentrale