Parade der „Laubfrösche“ Präsentation der Fließband-Tagesproduktion der Automobilsparte bei Opel, 1924; Rechte: Stadtarchiv Rüsselsheim
Foto der Opel-Rennbahn (2016); Rechte: Hans-Jürgen Pilgerstorfer via www.gg-online.de

Opel-Rennbahn

Route der Industriekultur Rhein-Main

Baujahr: 1919

Bis zu 50.000 Menschen pilgerten in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu den populären Motorsportveranstaltungen auf der Opel-Rennbahn. Als Teststrecke für die Fahrzeuge der hauseigenen Produktion gedacht, war die fest installierte Rennbahn zugleich die erste ihrer Art in Deutschland. Das erste Rennen auf dem 1,5 km langen Rund mit einer Bahnbreite von 12 Metern und betonierten Steilwandkurven fand im Jahr 1920 statt. Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometer waren erlaubt. Fritz von Opel, der Enkel des Firmengründers Adam Opel, machte hier nicht nur durch zahlreiche Rennerfolge von sich reden. 1928 fand unter seiner Leitung auf der Opel-Rennbahn der weltweit erste Versuch mit einem Raketenwagen statt. Damit wurde der Grundstein zur Erforschung der Technologie, die die Menschheit ins All bringen sollte, gelegt. Als die Avus in Berlin und der Nürburgring in der Eifel eröffneten, wurde es bald still um die Motorsportarena. Sie wurde 1949 endgültig geschlossen. Heute ist die einstmals berühmte Rennstrecke ein verwunschener Ort, an dem ein kleines Besucherpodest in der Nordkurve und einige Informationstafeln an die große Tradition automobiler Höchstleistungen erinnert.

Stand: 2016

Adresse / Koordinaten
L3012, 65428 Rüsselsheim am Main, Deutschland

(Lat: 49.964912 | Long: 8.416192)

Projektbezug
Route der Industriekultur Rhein-Main
Kategorie
Ort (über)regionaler Bedeutung