Wegekultur
Neue und zugleich vertraute Wege beschreitet die KulturRegion FrankfurtRheinMain mit ihrem Projekt Wegekultur, denn fast jede Kommune hat ihren Bonifatiusweg, ihren Hölderlinpfad, ihre Apfelweinroute oder Regionalparkroute direkt vor der Haustüre. Kulturwege und touristische Routen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden und bedienen das Bedürfnis der Menschen nach Bewegung und Erholung, nach regionaler Identität und kultureller Bildung.
Traditionell verfügt die Metropolregion FrankfurtRheinMain über ein dichtes Wege- Schienen- und Straßennetz, das Mobilität und schnelle Kommunikation verheißt.
Wegekultur - das neue Projekt der KulturRegion - spielt mit konkreten und philosophischen Dimensionen des Themas, variiert und verortet sie. Nähe und Ferne, Weggehen und Ankommen, Unterwegssein und Verweilen, Heimat und Fremde, Verkehr und Mobilität, Verdichtung und Lärm, Landschafts- und Umweltschutz werden in den Blick genommen und unter den Aspekten „Kreuzwege“ und Knotenpunkte in Beziehung gesetzt.
In einem ersten Schritt widmet sich das Projekt Wegekultur der VIA REGIA – einer alten Ost-West-Handelsverbindung, die sich von Kiew bis Santiago di Compostella einmal quer durch Europa spannt und die KulturRegion wie ein Rückgrat durchzieht. Sie steht stellvertretend für Handelswege, Militär-, Geleits- und Pilgerstraßen. Ihre Symbolkraft als Ost-West-Bindeglied fasziniert bis heute. Nicht umsonst wurde sie 2005 zur europäischen Kulturstraße des Europarates ernannt.






