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Aktuelles 2010

Hugenotten- und Waldenserpfad in Rhein-Main eröffnet.

(18.10.2010) „Auf den Spuren der Hugenotten- und Waldenser in Frankfurt am Main“ lautete die Führung, die Dr. Roman Fischer vom Frankfurter Institut für Stadtgeschichte anlässlich der Eröffnung des Hugenotten- und Waldenserpfades Rhein-Main auf dem Frankfurter Römer anbot.

Frankfurt wurde im 17. Jahrhundert zu einer Drehscheibe, der insbesondere nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes 1685 aus Frankreich geflüchteten Hugenotten. Die aus ihrer französischen Heimat vertriebenen königstreuen und fleißigen Protestanten hielten sich nach ihrer Ausweisung zunächst in der Nähe der französischen Grenze auf, denn sie wollten es nicht wahrhaben, dass sie ihr guter König so plötzlich des Landes verwiesen hatte.

In Frankfurt, wo die Flüchtlinge Geld und Nahrung erhielten, aber in der lutherisch geprägten Stadt nicht zum Bleiben eingeladen wurden, hielten sich zahlreiche Anwerber der deutschen Fürsten auf, die für ihre nach dem Dreißigjährigen Krieg wüst liegenden Territorien dringend gut ausgebildete Handwerker und Kaufleute suchten. Im Gegenzug erhielten die Glaubensflüchtlinge in ihrer neuen Heimat die Zusicherung, ihre Religion frei ausüben zu dürfen und kamen in den Genuss von Steuerbefreiungen bzw. –entlastungen. Neu-Isenburg und Friedrichsdorf sind Hugenottengründungen.

Die Kulturfernwanderweg „Hugenotten- und Waldenserpfad“ wird von Frau Dr. Buchenauer, Marburg koordiniert und ist eingebunden in das Projekt „Wegekultur“ der KulturRegion FrankfurtRheinMain

Fotos: Heidrun Merk


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