Burgen Schlösser und Paläste
Das Rhein-Main-Gebiet ist bisher wenig als eine Burgen- und Schlösserlandschaft bekannt; eher identifiziert man die Region als Wirtschaftsraum.
Dabei ist die Gegend ausgesprochen reich an Burgen und Schlössern, was in ihrer komplexen Geschichte begründet liegt. Neben stattlichen Burgruinen wie Königstein im Taunus oder Schwarzenfels finden sich herausragende Zeugnisse der Renaissancearchitektur wie das Isenburger Schloss in Offenbach oder die Johannisburg in Aschaffenburg. Mit dem Schloss Philippsruhe besitzt die Region einen bedeutenden Barockbau, und Schloss Friedrichshof in Kronberg darf als eines der beeindruckendsten Beispiele des späten Historismus gelten. Die Festungsanlagen in Mainz hingegen dokumentieren eindrucksvoll 300 Jahre Festungsbauentwicklung und Militärtechnik der Neuzeit vom 17. bis 19. Jahrhundert.
All diese Burgen, Schlösser, Paläste, Herrenhäuser und Festungen sind wichtige Zeugnisse einer reichen Geschichte. Als weithin sichtbare Punkte prägen besonders die Höhenburgen die Landschaft des Großraumes (z. B. Münzenberg) und stehen so jedermann deutlich vor Augen. Sie sind Orte, an denen kulturelle und historische Traditionen lebendig vermittelt werden können.
Bedeutende Persönlichkeiten und Ereignisse lassen sich mit den Bauzeugen in Verbindung bringen. An Burgen und Schlösser knüpfen sich zahllose spannende Geschichten. Wie kaum andere Objekte der (Kunst-)Geschichte sind sie Symbole, die die Möglichkeit zur Identifikation der Menschen mit ihrer Geschichte und somit mit der eigenen Identität und Heimat bilden. Daher ist es wichtig, diese Zeugnisse auch für die Zukunft zu bewahren.
Die KulturRegion FrankfurtRheinMain will in enger Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Burg- und Schlossbesitzern ein Netzwerk schaffen, das die Burgen und Schlösser der Region erschließt. Gemeinsam soll ein Programm entwickelt werden, ein nachhaltiges Interesse an diesen Objekten zu wecken. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, Veranstaltungen zu erarbeiten und vorzustellen, bisher vergessene oder weniger bekannte Anlagen in den Blick zu rücken und Bekannte neu zu präsentieren. Das Projekt will nicht nur die Identität der Menschen im Großraum Rhein-Main und die Identität der Menschen mit der Region stärken, sondern auch Neugier auf die Vielfalt der Objekte im weiteren Verbund der KulturRegion FrankfurtRheinMain wecken. Den Menschen in der Region wird damit ein neuer Zugang eröffnet, Denkmäler bewusster anzunehmen, ihre Geschichte zu kennen und mit ihnen als Besucher und Einwohner mit Freude und Engagement im Einklang zu leben.






